Datenklau: FBI soll doch keine Daten von iPhone Nutzern gesammelt haben


(C) Dave Newman, 2010, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nachdem in der letzten Woche die Meldung um gestohlene Datensätze von iPhone-Nutzern die Runde gemacht hat, scheint nun eine Kehrtwende in diesem Fall eingetreten zu sein. Die Onlineaktivisten-Gruppe um "AntiSec" hatte behauptet, von einem Laptop eines FBI-Agenten Millionen von Datensätze erbeutet zu haben.

In der veröffentlichten Mitteilung von AntiSec behauptete man, dass man es geschafft hätte in den Computer eines Mitarbeiters des FBI einzudringen und die Datensätze zu duplizieren. Der FBI-Agent soll bei der Cybercrime-Einheit beschäftig sein, so AntiSec. In der entsprechenden Mitteilung sollte möglicherweise der Eindruck erweckt werden, dass die US-Bundespolizei (FBI) illegal umfassende Datensätze zur Überwachung von Mobilfunknutzern bereithält und nutzt.

Das FBI hatte zuletzt dementiert, dass sie etwas mit den durch AntiSec veröffentlichten Datensätzen zu tun haben. Aus Informationen von WinFuture geht nun hervor, dass sich mittlerweile ein "kleiner Verlag aus Florida" gemeldet hätte. Der Chef des "kleinen Verlags", Paul DeHart, gehört hierbei zu dem Unternehm Blue Toad, siehe auch die offizielle Webseite unter bluetoad.com.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um eines, welches unter anderem Print-Veröffentlichungen für mobile Plattformen aufbereitet. Nach der Aussage von DeHart, sollen angeblich firmeneigene Mitarbeiter die durch AntiSec veröffentlichten, etwa eine Millionen, Testdatensätze heruntergeladen und mit den eigenen Datenbanken des Unternehmens verglichen haben.

Dabei stellte sich angeblich heraus, dass etwa 98 Prozent der Daten genau die gleichen waren, welche auch in dem Probe-Datenpaket (~ eine Million Datensätze) durch AntiSec veröffentlicht worden sind. Weiterhin meinte DeHart, dass in weiteren Untersuchungen festgestellt worden sei, dass "Unbekannte" in den letzten Wochen "in die Systeme des Unternehmens eingedrungen sind".

Danach habe man gleich die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. Man wolle, so DeHart, nun schnell daran arbeiten, dass diese Angelegenheit aufgeklärt wird. Außerdem wolle man die volle Verantwortung für diesen Fall übernehmen. Weitere Details wollte er nicht herausgeben, um die "laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden".

Der Fall scheint also eine "Wendung" bekommen zu haben. In spezieller Sicht sogar. Nicht nur der Punkt, dass sich ein "kleiner Verlag aus Florida" derart darum reißt, sich als Schuldiger (bezgl. der entwendeten Daten) darzustellen, lässt einem "gewisse Verdachtsmomente" aufkommen.

Ebenfalls wird zu klären sein, wo dieser "kleine Verlag" überhaupt die Millionen Datensätze her hat, die durch AntiSec veröffentlich wurden (hierbei handelte es sich um nur knapp eine Million Datensätze, die als "Testpaket" ins Internet gestellt wurden). Wie auch immer der Fall weitergehen wird, die aktuellen Äußerungen von DeHart sind, bei näherer Betrachtung, eher Mumpitz.

Quelle: WinFuture - Bild: flickr (symbolisch für "FBI")

  
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