Wladiwostok: APEC will sich besser gegen die Euro-Krise schützen


(C) Russian Presidential Press and Information Office, 2006, Quelle: Wikipedia (CC BY 3.0)

Auf dem APEC-Gipfel in Wladiwostok war das alles beherrschende Thema die Eurokrise, aber auch weitere wichtigen Themen standen auf dem Programm. Auf der Konferenz berieten sich die sogenannten "Pazifik-Anrainer"-Staaten, wie man sich gegen die vorherrschende Eurokrise schützen könne.

Dass sich die Eurozone im Abwärtstrend befindet, schien hier eine besonders wichtige Rolle zu spielen. Vor allem die Frage, wie die eigenen Volkswirtschaften gegen diese negative Entwicklung geschützt werden könnten, stand auf dem Programm. Ein Geheimrezept scheint man aber auch hier nicht gefunden zu haben. Vielmehr standen bereits seit längerem anvisierte Planungen auf der Agenda.

So möchte man beispielsweise den Freihandel stärken, aber auch die Stärkung der öffentlichen Finanzen in den Ländern stand zur Debatte. Das Treffen fand nicht direkt in Wladiwostok, sondern auf einer vorgelagerten Insel, welche für mehrere Milliarden entwickelt worden ist, statt.

Auch Putin war auf diesem Treffen, im schicken schwarzen Anzug. Er war der Meinung, dass sich die zukünftigen Handelsströme verschieben werden, was unter anderem mit der vorherrschenden Krise in Europa in Verbindung gebracht wurde. Derzeit macht Russland zwar noch etwa die Hälfte seiner Geschäfte mit der EU, doch dies könnte sich ggf. ändern, sollte keine akzeptable Lösung in der Eurokrise gefunden werden.

Etwa 24 Prozent der Geschäfte Russlands werden mittlerweile mit den APEC-Staaten getätigt (APEC = Asiatisch-pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit). Präsident Wladimir Putin gab auf dem Treffen ebenfalls zu verstehen, dass Russland nicht einfach so "herumsitzen" und zuschaue werde, was passiert.

Vielmehr wolle Russland sich auf bevorstehende Irritationen einstellen und sich auf diese passend vorbereiten. Umgesetzt werden soll dies zum Beispiel durch eine bessere und modernisierte Infrastruktur. Häfen, Eisenbahn und Energie sind hier speziell hervorgehoben worden. Im Zusammenhang mit der Eurokrise griff er auch die EU, wegen einem Kartellverfahren gegen Gazprom, an.

Putin kritisiere die getroffene Entscheidung der EU-Kommission. Er ist der Meinung, dass die führenden Kräfte in der EU durch dieses Vorgehen nur von eigenen Problemen ablenken wollten. Hier sprach Putin auch die osteuropäischen Länder an, welche eigentlich mit einem Beitritt zu EU subventioniert werden sollten. Dies scheint jedoch nicht mehr der Fall zu sein, kritisierte Putin. "Es hat anscheinend jemand in der EU-Kommission entschieden, dass Russland nun einen Teil dieser Subventionen übernehmen soll".

Quelle: Tagesschau - Bild: Wikipedia (symbolisch)

Finden Sie passende Bücher:
» Zum Thema Putin und Russland

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte