Neue Bemessung bei der Rente - besonders Besserverdiener müssen mehr zahlen


(C) Images of Money, 2011, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die neu ausgerichtete Bemessung der Rente soll speziell besserverdienende Personen treffen. Insgesamt soll der Rentenbeitrag zwar absinken, doch aus einem Artikel vom Handelsblatt geht hervor, dass im Jahr 2013 dennoch ein großer Teil der deutschen Bevölkerung mit höheren Rentenbeitragszahlungen rechnen muss.

Speziell Besserverdiener sollen mit der Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen im Herbst 2012 nicht oder nur kaum profitieren. Zuletzt äußerte sich zu dieser Thematik auch ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums. Dieser gab an, dass im kommenden Jahr die Einkommensgrenze in der Sozialversicherung deutlich angehoben wird.

Die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen werden für die Pflege- und Krankenversicherung von aktuell 3.825 Euro (brutto), auf 3.937,50 Euro im Monat ansteigen. Wesentlich stärker steigen sollen, nach einem Bericht der "Sueddeutschen", die Grenzen für Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Durch diese Neuausrichtung der Bemessungsgrenzen müssen zusätzliche Abgaben auf weitere 200 Euro Einkommen geleistet werden.

Die neue Bemessungsgrenze soll im Westen auf 5800 Euro und im Osten auf 4900 Euro angepasst werden. Die Bildzeitung berechnete in der Samstagausgabe, dass besserverdienende Personen im Jahr 2013, bei einem jährlichen Einkommen von 69.600 Euro, bis zu 235,20 Euro mehr in die Rentenversicherung einzahlen müssten. Im Osten Deutschlands würden ab einem jährlichen Einkommen von 58.800 Euro bis zu 117,60 mehr einzuzahlen sein.

Weiterhin geht aus einer Berechnung hervor, dass die geplante Senkung der Rentenbeiträge von 19,6 auf 19 Prozent, trotzdem zu Mehrbelastungen führen könnte. Hier führt man ein Beispiel mit einem Single an, der in Westdeutschland lebt und arbeitet. Ein angenommenes Bruttoeinkommen von 5.800 Euro/Monat würde zusätzliche Kosten von etwa 67 Euro im Jahr verursachen.

Diese Berechnung stellte ein Professor aus Berlin für die Süddeutsche-Zeitung an. Dieser berechnete ebenfalls, dass Verheiratete Personen mit zwei Kindern im schlimmsten Fall Extra-Abgaben von etwa 96 Euro im Jahr leisten müssten.

Quelle: Handelsblatt - Bild: flickr (symbolisch für "Geld und Abgaben")

  
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