Neue Vorwürfe: Studenten sollen bei Foxconn zur Arbeit gezwungen worden sein


(C) Steve Jurvetson (Menlo Park), 2005, Quelle: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Schon länger stand das Unternehmen Foxconn wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik. Nun kommen neue Vorwürfe auf, die speziell Studenten betreffen. Mit diesem neuen Skandal gerät auch Apple wieder in das negative Rampenlicht. Das Technologieunternehmen Foxconn soll angeblich Studenten zur Zwangsarbeit nötigen.

Die Informationen kamen ursprünglich aus einem Artikel der "Shanghai Daily". Zu Beginn des Semesters sollen im Osten Chinas Kurse abgesagt worden sein. Aus diesem Grund wurden die Studenten angeblich zu Zwangsarbeiten beim iPhone-Hersteller Foxconn „vermittelt“.

Grund für diese Zwangsmaßnahmen sei, dass das Technologieunternehmen Foxconn angeblich zu wenig Arbeitskräfte habe, um die "wichtige Produktion des iPhone 5 voranzutreiben". Studenten aus der Jiangsu Provinz sollen in die Fabrik von Foxconn gefahren worden sein, um dort unterstützende Arbeiten durchzuführen.

Für eine sechs Tage-Woche sollen die Studenten monatlich etwa 244 US-Dollar bekommen haben. Aus dem Bericht geht ebenfalls hervor, dass die Studenten bereits am letzten Donnerstag die Arbeit aufgenommen hätten. Der Arbeitstag soll etwa 12 Stunden dauern. Auf dem ersten Blick sieht diese Entlohnung für chinesische Verhältnisse evtl. hoch aus.

Doch aus dem Artikel von "Shanghai Daily" geht hervor, dass das meiste Geld, welches die Studenten monatlich erhalten, wieder ausgegeben wird. Unter anderem müssten hunderte von Yuan für Essen und Unterbringen ausgegeben werden. Studenten die anonymisiert wurden sagten, dass bei Foxonn etwa 10.000 Arbeitskräfte fehlen.

Brisant ist hierbei die Information, dass angeblich chinesische Behörden die Universitäten unterwiesen (Anordnung) hätten, dass Studenten zu Foxconn geschickt werden sollen. Demnach wurden "keine Verträge" vergeben, außerdem wurden auch die Eltern der Studenten nicht über diese Maßnahmen in Kenntnis gesetzt.

Nicht-Regierungs-Organisationen versuchen derweil die Studenten dazu zu bringen, dass diese rechtliche Schritte gegen ihre Universitäten in die Wege leiten. Viele Studenten scheuten sich jedoch davor, da sie mit Konsequenzen rechnen, wenn sie zurück an ihre Universität(en) gehen.

Quelle: DerStandard - Bild: Wikipedia (symbolisch, zeigt: "Arbeiter bei Foxconn")

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte