EZB korrigiert BIP der Eurozone: Stagnierendes Wachstum für das kommende Jahr


(C) chaouki, 2007, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Dass die Wirtschaft in der Eurozone langsam aber stetig schrumpft, konnten sich bis vor wenigen Monaten viele Wirtschaftsvertreter und Politiker aus der EU nicht vorstellen. Doch nun scheint jene die Realität einzuholen. Die Europäische Zentralbank (EZB) gab nun bekannt, dass die zuvor getätigte Prognose des europäischen BIP nicht gehalten werden kann.

Die Prognose für das EU-Bruttosozialprodukt wurde nach unten korrigiert. Für das laufende Jahr habe man seitens der EZB das BIP-Wachstum um 0,2 bis 0,6 Prozent (tiefst/höchst) nach unten korrigieren müssen. Dies gab der EZB-Präsident Mario Draghi, nach einer am Donnerstag in der EZB (Frankfurt am Main) stattgefundenen Ratssitzung, bekannt.

Nach den Worten Mario Draghis soll für das kommende Jahr (2013) das Wirtschaftswachstum in der Eurozone auf durchschnittlich 0,5 Prozent korrigiert werden. Als negativen Tiefstwert erwarte man eine Schrumpfung des BIP von -0,4 Prozent. Das höchste Wachstum wird nach derzeitiger Voraussicht um die +1,4 Prozent betragen.

Für das laufende Jahr (2012) hatte man seitens der EZB eine BIP-Prognose von +0,3 bis -0,5 (Spanne) vorausgesagt. Im kommenden Jahr soll das BIP der Eurozone zwischen 0 und zwei Prozent liegen. Die ohnehin schon angespannte Lage in Griechenland und Spanien dürfte sich nach Expertenmeinung weiter verschärfen.

Nachdem die EZB nun ein unbeschränktes Aufkaufprogramm von Staatsanleihen beschlossen hat, einzige Gegenstimme kam von der deutschen Bundesbank (Jens Weidmann), steigt auch die Gefahr der Weichwährung Euro weiter an. Zwar wolle die EZB "mit passenden Maßnahmen dafür sorgen, dass Geld vom Markt genommen wird", doch ob diese Maßnahmen auch in der Realität "fruchten" ist bisher nur Spekulation.

Quelle: RIAN - Bild: flickr (symbolisch für "Europa und Wirtschaft")

  
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