Eurozone: Aktuelle Studie zeigt, dass die realen Löhne in der Eurozone schrumpfen werden


(C) Alexandre Prévot, 2011, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Aus den Daten einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung geht hervor, dass die Löhne in Europa in eine Abwärtsspirale geraten werden. So sehe man hier, dass in den meisten EU-Staaten ein Verlust der Kaufkraft eintreten wird. Viele Arbeitnehmer in den betroffenen Ländern müssten sich schon heute auf diese Entwicklung einstellen.

Nach der Studie sollen insgesamt 16 der 27 EU-Länder direkt betroffen sein, in denen die Reallöhne sinken werden. Die Studie wurde von dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung erarbeitet. Dass die Löhne in Europa absinken werden und sogar eine sich beschleunigende Abwärtsspirale einstellen wird, sagten Experten bereits vor wenigen Monaten voraus.

Die anhaltende Konjunkturkrise dürfte diesen Abwärtstrend sogar noch beschleunigen. Die deutsche Arbeitnehmer, so geht es aus der Studie hervor, sollen hierbei noch "am besten wegkommen". Demnach könnten in Deutschland die Löhne um gut ein halbes Prozent ansteigen, als die allgemeine Preisentwicklung im gleichen Zeitraum.

Der Tarifexperte des WSI, Thorsten Schulten, sagte in diesem Zusammenhang der zu erwartenden Lohnentwicklungen in Deutschland. Dass diese zwar um ein halbes Prozent steigen könnten, doch liege Deutschland immer noch weit unter dem, was eigentlich "an Lohn da sein sollte". In den Jahren zwischen 2010 und 2012 ist der Lohnzuwachs um etwa zwei Prozent angestiegen.

Schulten machte jedoch deutlich, dass mit diesem Anstieg nur ein kleiner Teil von den vorherigen Einbußen ausgeglichen wurde. In den Jahren zwischen 2001 und 2009 betrug das Minus bei den Löhnen (real) etwa 6,3 Prozent. Aus der Studie geht weiter hervor, dass besonders in den Südländern Europas das Reallohnniveau gesunken sei.

Für die weitere Entwicklung sehe man in diesem Teil Europas ebenfalls schwarz. Für das laufende Jahr 2012 prognostiziert das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut für Griechenland einen Rückgang um 7,5 Prozent und für Portugal von 6,1 Prozent.

Ebenfalls ging man auch auf die Volkswirtschaften der Niederlande, Großbritannien und Dänemark ein. Auch hier sehe man, dass ein zweites Mal in Folge der Lohnverlust anhalten werde.

Quelle: format.at - Bild: flickr (symbolisch für "Wirtschaft/Arbeit")

  
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