Vorwurf gegen das FBI: Geheimdienst soll Millionen Daten illegal beschafft haben


(C) Carsten Lorentzen, 2008, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Der Inlandsgeheimdienst FBI steht derzeit unter Verdacht Millionen Bürger der USA illegal ausspioniert zu haben. Die berüchtigte Gruppe um „AntiSec“ behauptete zuletzt, dass das FBI rund zwölf Millionen Kennnummern von Mobilgeräten des Herstellers Apple erbeutet haben soll. Bewiesen werden soll dies damit, dass die Hackergruppe „AntiSec“ rund eine Million Datensätze ins Internet zum Download zur Verfügung gestellt hat.

Das FBI selbst bestreitet die Vorwürfe. In den Medien titelt man derzeit sogar von einem "Frontalangriff auf das FBI". Schon länger sehen Kritiker in verschiedenen Mobilfunkgeräten eine Art Wanze, "welche man permanent bei sich trägt und durch die man jederzeit verfolgbar ist". So können beispielsweise Bewegungsprofile erstellt werden.

In den von „AntiSec“ veröffentlichten Beispiel-Datensätzen sind rund eine Million Seriennummern von Apple-Geräten enthalten. Außerdem sind in diesen Datensätzen auch persönliche Angaben der jeweiligen Besitzer enthalten. Offiziell gab man seitens „AntiSec“ bekannt, dass es sich bei diesem Paket nur um eine "Probe" handelt.

Die rund eine Million Datensätze sind lediglich Bestandteil einer noch viel größeren Datensammlung, die das FBI illegal angelegt haben soll, um so Personen zu verfolgen. Auch zu dem Umstand wo die Daten herkommen gab man Informationen preis. Demnach soll ein "Laptop eines FBI-Angestellten" dazu gedient haben, um an die Datensätze „zu erlangen“.

Dieser FBI-Beamte soll im Regional Cyber Action Team in New York arbeiten. Nachdem dieser Skandal aufgeflogen ist, weist man seitens des FBI jegliche Schuld von sich. Von den Vorwürfen, welche durch „AntiSec“ hervor getragen wurden, will man nichts wissen.

Das FBI soll die entsprechenden Daten "weder angefragt noch jemals besessen haben", so die eigene Aussage des Inlandsgeheimdienstes. Auch gebe es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Hinweise darauf, dass von "einem Computer des FBIs Daten abhanden gekommen sind".

In einem bei „Pastebin“ veröffentlichtem Statement gab die Hackegruppe um „AntiSec“ bekannt, dass die US-Behörden eine weltweite Hexenjagd auf „Hacker“ veranstalteten, um diese in Haft zu bringen oder diese gar "für eigene politische Zwecke ins Boot zu holen, damit durch deren Einsatz die eigene politische Agenda vorangetrieben werden kann".

Quelle: Sueddeutsche - Bild: flickr (symbolisch)

  
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