Google erhält ein neues Patent für die Erfassung von Gesichtern


(C) familymwr, U.S. Army, 2007, SGT Pablo Piedra, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Bereits seit längerem werden neue Überwachungstechniken erprobt, um diese auf den zivilen Markt zu überführen. Ein entsprechendes Patent zur Gesichtserkennung wurde nun für Google erteilt. Das US-Patentamt habe dem Giganten Google ein Patent für das „Entsperren von Mobilfunkgeräten per Gesichtserkennungstechnik“ erteilt. Diese Informationen gehen auf Heise-Online zurück.

In der Beschreibung der Gesichtserkennungstechnik heißt es zur Erklärung dieser, dass die vorliegende Methodik eine spezielle Kamera enthält, welche mit einem Computer verbunden ist. Diese Kamera, im Verbund mit dem Computer, soll dazu in der Lage sein, über eine entsprechende Software, welche auf die hardwarespezifischen Eigenschaften hin entwickelt wurde, Bilder von menschlichen Gesichtern anzufertigen, um diese zu analysieren und auszuwerten.

Dabei sollen die jeweils aktuell erfassten Bilder, mit Referenzbildern aus einer entsprechenden Datenbank verglichen werden. Durch dieses Verfahren soll sichergestellt werden, dass der rechtmäßige Besitzer des Computers einen Zugriff auf diesen erlangen kann.

Für den Fall dass die Authentifizierung fehlschlägt, soll es zusätzlich die Möglichkeiten geben, dass "spezielle Gesten" über einen Touchscreen absolviert werden müssen oder auch die klassische Eingabe eines Passworts über eine physische oder virtuelle Tastatur soll möglich sein. Auch der Konkurrenz Apple reichte bereits im vergangenen Dezember ein ähnliches Patent ein.

Das damals eingereichte Patent von Apple zielte jedoch speziell darauf ab, dass unter verschiedenen Lichtverhältnissen eine biometrische Erkennung gewährleistet wird. In dem Google-Tablet NEXUS7 ist mit der Android-Version ab 4.0 bereits diese neue Gesichtserkennungsfunktion eingebaut worden.

Aber auch bei Samsung ist diese neue Technik bereits im Smartphone Galaxy S3 implementiert worden. Diese "zusätzliche Login-Methode" soll es dem Benutzer einfacher und schneller ermöglichen, sich auf seinem System anzumelden. Als Hauptmerkmale für die biometrische Identifizierung werden hier die Merkmale: Position der Augen, Größe und Umriss der Augen, Wangenknochen, Nase und Wangenbeschaffenheit untereinander verglichen und ausgewertet.

Nach den zuletzt bekanntgewordenen Fällen, welche die AntiSec-Gruppe aufgeklärt haben will, dass die US-Bundesbehörde FBI illegal Millionen Datensätze von Mobilfunkgeräten gestohlen hat, ist das Thema der automatischen biometrischen Gesichtserfassung besonders heikel.

Kritiker sehen hier "einen stetigen Ausbau der Mobilfunkgeräte, hin zu permanent mit sich geführten Spitzelstationen, welche nicht nur Bewegungsprofile aufzeichnen können, sondern über die bereits auch vielfach die gesamte Datenkommunikation läuft". Mit der neu etablierten Option, dass sogar Gesichter in das System eingespeist werden, sehen die Kritiker einen neuen "Höhenpunkt" in der Perma-Überwachung der Menschen.

Quelle: Focus - Bild: flickr (symbolisch für "Face Detection")

  
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