EU Verfahren: Solarbranche aus Europa will gegen billige Konkurrenz aus China vorgehen


(C) Mark Florence, 2009, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nachdem die Solarbranche in Deutschland massiv abgestürzt ist, will die EU nun gegen die Solarbranche in China vorgehen. Mit diesem Vorstoß sollen neue Hoffnungen für die europäische Solarbranche geschaffen werden. Auch Angela Merkel machte bei ihrem letzten Besuch in China deutlich, dass man ein Anti-Dumping Verfahren seitens der EU anstrebe.

Nachdem die EU-Kommission in Brüssel nun offiziell ein solches Anti-Dumping-Verfahren gegen einen Konkurrenten in China eingeleitet hat, droht China nun "mit einem Handelskrieg". Am Mittwoch kündigte die EU-Kommission offiziell an, dass ein Verfahren eingeleitet werden könnte, nachdem Vorwürfe des Preisdumpings von einem chinesischen Solarhersteller „bekanntgeworden waren“.

Der zuständige EU-Handelskommissar Karel de Gucht hat nunmehr rund 15 Monate Zeit die vorgeworfenen Umstände unter die Lupe zu nehmen, um dann ggf. über zu verhängende Strafzölle zu entscheiden. Bereits im Juli 2012 hatten 25 der größten Solarfirmen aus der EU eine Klage vor die EU-Kommission getragen. Diese warfen der chinesischen Konkurrenz „Dumpingpreise“ vor.

Mit dieser Klage soll die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, in diesem Bereich (Solar), "in die Knie gezwungen werden". Die europäische Solarlobby unternahm bereits in der Vergangenheit verschiedene Schritte, um gegen die "Billigkonkurrenz" aus China anzukämpfen. Für diesen Zweck wurde zum Beispiel die sogenannte "EU PRO SUN" Initiative ins Leben gerufen.

Angeführt wird diese unter anderem durch den Wortführer Frank Asbeck, der Solarworld-Chef ist. Auf der anderen Seite, in China, droht man nun mit einem "Handelskrieg" gegen Europa, wenn hier „übertriebene Strafzölle“ oder ähnliche Erpressungsversuche gefahren werden sollten.

Zu dieser Thematik sagte der Yingli-Chef Wang Yiyu: "Dass es einen umfassenden Handelskrieg zwischen der EU und China geben wird und dieser auf beiden Seiten zu enormen Verluste führt". Zuletzt bekräftigte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass man auf Verhandlungen setzen sollte.

So sagte Merkel bei ihrem Besuch in China, dass sie lieber Verhandlungen als „Anti-Dumping-Verfahren“ durch die EU begrüßen würde. Zuletzt sprachen sich auch die deutschen Unternehmen Bosch und Wacker-Chemie gegen einen "Handelskrieg" bzw. gegen "Anti-Dumping-Verfahren" mit China aus.

Quelle: FTD - Bild: flickr (symbolisch für "Solar")

  
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