Lebensmittel: Weltbank warnt erneut vor Preisexplosion bei Nahrungsmitteln


(C) Secretaria de Agricultura Agriculturasp, 2007, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Schon seit einiger Zeit warnen Rohstoffexperten vor einer Preisexplosion bei Lebensmitteln. Nun warnt auch die Weltbank vor einer solchen Preisexplosion, diese könnte Millionen Menschen auf der Welt gefährden. Die Nahrungsmittelpreise sollen innerhalb eines Monats um bedrohliche 10 Prozent angestiegen sein.

Der Präsident der Weltbank sah die Preisentwicklung besonders bei Mais und Soja als kritisch an. Mittlerweile hätten die Preise für Nahrungsmittel bereits ein "hohes Niveau" erreicht, sagte der Weltbank-Präsident Jim Ying Kim. Besonders Afrika und der Nahe Osten seien von diesen Preisanstiegen betroffen.

Aber auch in anderen Ländern wird der immer weiter ansteigende Preis zunehmend zu einem Problem. Im letzten Bericht der Weltbank stellte man fest, dass die Preise für Nahrungsmittel alleine von Juni auf Juli 2012 um etwa 10 Prozent angestiegen sind. Den Rekordwert erreichte demnach Mais, hier lag die Verteuerung bei satten 25 Prozent.

Bei Soja stellte man im gleichen Zeitraum einen Preisanstieg um etwa 17 Prozent fest. Der Weltbank-Präsident machte deutlich, dass nunmehr ein historischer Höchststand erreicht worden sei. Anzumerken sei hier, dass es sich bei diesen Werten nur um die durchschnittlichen handelt. In den westlichen Ländern ist ein solch krasser Anstieg derzeit noch nicht zu verzeichnen.

Deshalb täuscht der Preisanstieg darüber hinweg, dass bestimmte Länder massiv von den Preissteigerungen betroffen sind. So zum Beispiel das afrikanische Land Mosambik. Hier verzeichnete man zuletzt einen Preisanstieg bei Mais von 113 Prozent. Aber auch in anderen Gebieten Afrikas ist der Preisanstieg zu beobachten.

Für Hirse sei in der Sahelzone und in Ostafrika ein Preisanstieg von gut 220 Prozent verzeichnet worden, knapp darunter liegt der Sudan, hier lag der Preisanstieg bei rund 180 Prozent. Durch die grassierende Dürre in den USA sind nach Angaben der Weltbank zuletzt erhebliche Verluste bei Mais und Soja verzeichnet worden. Aber auch in Russland herrsche derzeit "eine ungewöhnliche Dürre vor". Die Weltbank stellte in diesen Gebieten fest, dass besonders die Ukraine und Kasachstan von einer deutlich niedrigeren Weizenernte betroffen sind.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch)

  
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