Eurokrise: Slowenien wird wohl nächster Pleitekandidat sein


(C) Juanma Pérez Rabasco, 2008, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Zwar erzählen verschiedene EU-Politiker ständig etwas "von Krisenlösung", doch wenn man sich mit der Realität auseinandersetzt, schaut es ein wenig anders aus. Der folgende Fall sollte deutlich zeigen, dass die Eurokrise "noch lange nicht vorbei ist", vielmehr fängt diese jetzt erst richtig an.

Der nächste Pleitekandidat heißt Slowenien. Einst feierte man das osteuropäische Land als "Musterschüler". Das war im Jahr 2007 gewesen, als Slowenien den Euro offiziell eingeführt hat. Doch aktuell scheinen die Zeichen nicht "so gut" für Slowenien zu stehen, das Land könnte sogar zum nächsten Krisenkandidaten in der Eurozone werden.

Derzeit erhält das Land keine/oder so gut wie keine Kredite mehr. Aus aktuellen Informationen von „DiePresse“ geht hervor, dass das Land "nur noch für wenige Wochen Geld habe". In einem Interview bestätigte der Ministerpräsident, Janez Jansa, dies zuletzt.

Er gab innerhalb des mit dem Internetportal siol.net geführten Interviews bekannt, dass dem Land im Oktober 2012 die Pleite [Wortlaut: Zahlungsunfähigkeit] drohe, wenn es nicht gelingen sollte, dass Staatsanleihen verkauft werden. Weiterhin machte Jansa deutlich, dass Slowenien schon jetzt arge Probleme habe sich am Kapitalmarkt zu finanzieren.

In dem benannten Interview sagte er wörtlich: "Die Kreditaufnahme ist derzeit praktisch unmöglich". Schon seit einigen Monaten zählt Slowenien als möglicher Pleitekandidat. Mit den nun geäußerten Worten scheint dies nun zur Realität zu werden.

In den letzten vier Jahren hatte sich der Schuldenstand des Landes verdoppelt. Dies lag hauptsächlich an veritablen politischen Reformblockaden im Land selbst.

Quelle: DiePresse - Bild: flickr (symbolisch für "Slowenien")

  
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