China: Wirtschaftlicher Abschwung hält an, Index für Industrie fällt weiter


(C) Dave Watts, 2005, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

In der letzten Zeit hat man sich speziell auf die Eurokrise als solches "eingeschossen". Doch auch mit Blick auf andere Länder, ist hier die Begrifflichkeit "Krise" durchaus anwendbar. Nicht nur in den USA erodiert langsam aber stetig das wirtschaftliche Umfeld. Die neusten Zahlen aus China sind ebenfalls nicht als „Positiv“ deklarierbar.

Schon seit längerer Zeit gab es Hinweise darauf, dass die chinesische Wirtschaft in einem "rauen Klima" angekommen ist. Speziell die "äußeren Effekte" haben nunmehr auch auf China übergegriffen. Eine schlechte US-Wirtschaft, die immer noch grassierende Eurokrise und eine stetig schrumpfende Nachfrage in China selbst, lassen das Erholungspotenzial der chinesischen Wirtschaft dahin schmelzen.

Der sogenannte chinesische Einkaufsmanager-Index (der chinesischen Industrie) ist im August 2012 überraschend gesunken. Eigentlich war ein leichtes Plus erwartet worden, doch die nun vorliegenden Zahlen stimmen eher bedenklich. Der Index ist von 50,1 Punkten im Juli, auf nunmehr 49,2 Punkte abgesackt.

Diese Zahlen wurden am vergangenen Samstag von der chinesischen Statistikbehörde bekanntgegeben. Experten sehen in dieser Abschwächung des Einkaufsmanager-Indexes "böse Zeichen am Himmel aufziehen", denn es wurde die für die Wirtschaft wichtige Grenze von 50 Punkten unterschritten.

Dieser Umstand kennzeichnet deutlich, dass eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft in vollem Gang ist. Einen ähnlich niedrigen Wert des Einkaufsmanager-Indexes, verzeichnete man vor rund neun Monaten. Verschiedene Marktexperten urteilen nun, dass die chinesische Regierung "deutlich zu wenig unternommen hat", um die nunmehr einschlagenden Ereignisse zu kompensieren.

Das vorherrschende Tempo des wirtschaftlichen Abschwungs wurde von der Regierung "deutlich unterschätzt". IHS Global kommentierte zuletzt, dass die bisherigen Maßnahmen in China kaum Wirkung zeigen. Zwar gab es verschiedene geldpolitische Lockerungen im Land, wie z.B. die Senkung von Rücklagen auf die Kreditvergabe, doch die allgemeinen Wirkungen, welche beabsichtigt wurden, seien nicht eingetreten. Zuletzt war in China auch der sog. Beschäftigungsindex abgesunken, von 49,5 Punkten im Juli, auf 49,1 Punkte im August 2012.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch für "China")

  
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