BER: Neuem Flughafen könnte im November die Insolvenz drohen


(C) Muns, 2012, Quelle: Wikipedia (CC BY 3.0)

Wenn man sich mal ein sogenanntes „Milliardengrab“ in physischer Form angucken möchte, sollte man den BER-Flughafen (Berlin-Brandenburg) in Augenschein nehmen.

Dieser kann nämlich mittlerweile durchaus als ein solches bezeichnet werden. Nicht nur Pfusch und ein eklatant mangelhafter Brandschutz treiben die Kosten für den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg in die Höhe. Auch weitere "ungünstige Dinge" tragen dazu bei, dass mittlerweile die Milliarden-Kostenmarke bei dem Großprojekt genknackt worden ist.

Derzeit soll ein "Rettungspaket", pardon, "ein Rettungsplan" in Arbeit sein. Wenn dieser jedoch genauso wirkt wie "jene Pläne", welche man in der Vergangenheit bei der Eurorettung "live sehen konnte", kann Schlimmes voraus prognostiziert werden. Kritische Geister gehen derzeit sogar davon aus, dass bereits im November 2012 die Pleite für den BER-Flughafen drohen könnte.

Ob die Pleite kommt oder nicht, ist eigentlich irrelevant, stehen tut das Moloch-Projekt bereits. Auf Informationen der "Welt am Sonntag" geht zurück, dass der „Flughafen Berlin Brandenburg GmbH“ Ende November 2012 die Pleite droht. Dabei stützte man sich auf "Berliner Regierungskreise".

Aber nicht nur die benannten Umstände von Pfusch und mangelndem Brandschutz tragen zur "Explosion der Kosten" bei. Auch die Bauverzögerung selbst kostet Millionen. Aus einem Artikel der "WamS" geht hervor, dass durch diese Bauverzögerungen etwa 20 Millionen Euro im Monat an Extra-Kosten "produziert" werden.

Derzeit ist auch unter den Anteilseignern BUND, Berlin und Brandenburg ein Streit darüber entbrannt, wer welchen Anteil der auflaufenden Mehrkosten tragen wird. Am 14. September 2012 soll nun ein "Finanzierungskonzept" beschlossen werden. Nach aktuellem Stand soll der Flughafen im März 2013 offiziell öffnen.

Quelle: Focus - Bild: Wikipedia (symbolisch, zeigt: "Fluggastbrücken am neuen Flughafen BER")

  
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