Wikileaks: Assange rechnet mit langem Aufenthalt in der Botschaft von Ecuador


(C) Nick Hider, 2012, Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Der immer noch in der Botschaft von Ecuador (London) verharrende Wikileaks-Gründer Julian Assange rechnet wohl mit einem längeren Aufenthalt dort. In einem Interview gab Assange bekannt, dass er mit bis zu einem Jahr rechnet, wo er in der ecuadorianischen Botschaft zuwarten wird.

Er selbst rechnet damit, dass die schwedische Justiz die Anklage wegen "sexuellem Missbrauch" fallen lassen wird. Er machte in dem Interview deutlich, dass, wenn die schwedische Regierung den vorliegenden Fall gründlich nachuntersuchen wird, sie diese einstellen muss. Derzeit rechnet Assange damit, dass die schwedische Justiz etwa 6-12 Monate benötigen wird, um den Fall zu den Akten zu legen.

Zuletzt war ein Foto aufgetaucht welches Assange und das vermeintliche Sexualopfer (Anna A.) zeigte. Dieses Foto ist etwa 48 Stunden nach der angeblich erfolgten Vergewaltigung entstanden. Auf diesem Foto ist das weibliche Sexualopfer "recht freudig" zu sehen. Das entsprechende Foto (veröffentlicht in der Mail on Sunday) war im Zuge eines Abendessens geschossen worden.

Auch Assange selbst lächelte in die Kamera. Wie wahrscheinlich ist es, dass Assange mit dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer und weiteren Personen "in bester Laune" einen Abend verbringt, obwohl dieser [Assange] die ebenfalls anwesende weibliche Person etwa 48 Stunden zuvor vergewaltigt haben soll?

An diesem Abend kommunizierte das "mutmaßliche Vergewaltigungsopfer" auch auf der Plattform von Twitter, wo sie schrieb: "Dass sie mit den coolsten und intelligentesten Leuten unterwegs sei, welche es auf der Welt gibt!" [kein Wortlaut]. Ob Assanges Äußerungen in dem BBC-Interview auf dieses Foto abzielten, welches erst kürzlich veröffentlicht worden ist, kann nicht direkt gesagt werden.

Aber in seiner Äußerung wird sicherlich eine dementsprechende Haltung vorhanden gewesen sein. Schon seit längerem gehen Kritiker des Assange-Prozesses davon aus, dass die USA ihre Finger - bei diesem Unterfangen - mit im Spiel haben könnten. In welcher "speziellen Art", ist aus heutiger Sicht nur Spekulation. Weitere Untersuchungen der schwedischen Justiz werden hier hoffentlich ein wenig Licht ins Dunkle bringen.

Quelle: ComputerWoche - Bild: Wikipedia (zeigt die "Botschaft in London")

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte