Japan: Forscher gehen von noch größerem Beben als das von Fukushima aus


(C) United States Navy, 2011, Quelle: Wikipedia (public domain)

Nach dem Megabeben und der danach ausgelösten Nuklearkatastrophe von Fukushima gehen Wissenschaftler davon aus, dass es in Zukunft ein wesentlich stärkeres Beben in der Region geben wird. Am letzten Mittwoch veröffentlichte die japanische Regierung einen entsprechenden Prognose-Bericht zu dieser Thematik.

Aus den Einschätzungen des Berichts geht hervor, dass es an der japanischen Pazifikküste ein gleiches oder stärkeres Erdbeben wie jenes vom 11. März 2011 geben könnte. Dieses soll, nach den Informationen aus dem Bericht, deutlich "intensiver in seiner Wirkung" sein. Es könnten bis zu 323.000 Menschen als Opfer verzeichnet werden.

Schon seit einiger Zeit gehen Erdbebenexperten dem Thema nach, in wie fern sich ein derartiges Megabeben, wie jenes vom 11. März 2011, wiederholen könnte. Speziell hat man hier den sogenannten Nankai-Trog im Blickfeld. Hierbei handelt es sich um einen 900 Kilometer langen Erdriß, östlich der zentralen japanischen Insel Honshu.

Von diesem soll in Zukunft ein noch größeres Erdbeben ausgehen, so die wissenschaftliche Diskussion. Nach aktuellen Einschätzungen soll es in Zukunft ein "Megabeben", mit einer Stärke von 9, geben, welches "enorme Auswirkungen haben wird". Bei RIAN titelt man sogar, "dass es in einer Winternacht passieren soll". Was dies genau bedeutet, kann aus unserer Sicht nicht näher nachvollzogen werden.

Aus den Einschätzungen des Berichts wird deutlich, dass nach einem solchen Erdbeben der Stärke 9, eine bis zu 30 Meter hohe Flutwelle ausgelöst werden könnte. Diese Flutwelle soll demnach einen "gigantischen Schaden anrichten". Speziell in den Gebieten um den Präfekturen Koti und Shizuoka sowie die Izu-Inseln südlich von Tokio soll die größte zu erwartende Zerstörung angerichtet werden.

Die Experten prognostizieren sogar, dass in weiteren Gebieten noch Tsunamiwellen mit einer Höhe von gut 20 Metern "einschlagen würden". Diese werden sich tief in das Landesinnere vorfressen und auf ihrem Weg dorthin "enorme Schäden an Mensch und Material hinterlassen". Insgesamt werde ein Gebiet von etwa 1000 Quadratkilometern betroffen sein, sollte ein solches Megabeben stattfinden. Dieser möglich zu erwartenden Naturkatastrophe würden rund 323.000 Menschen zum Opfer fallen.

Quelle: RIAN - Bild: Wikipedia (zeigt "Verwüstungen durch das Erdbeben 2011 bei Fukushima")

  
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