Wahlkampf: Mitt Romney will härter gegen Russland und Putin vorgehen


(C) Gage Skidmore, 2011, Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Im US-Wahlkampf scheint sich ein neues Anti-Russland-Lager herauszubilden. Dieses ist im Kreise des amtierenden US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney zu finden. Auf der letzten Wahlkampfansprache machte der Rivale von Präsident Barack Obama deutlich, dass Obama eine deutlich "zu milde Haltung gegenüber Russland" habe.

Er versprach vor seinen Anhängern der Republikanischen Partei, dass, im Fall seiner Wahl, "deutlich mehr Härte gegen Russland an den Tag gelegt werde". Speziell griff Romney auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin an.

So meinte Mitt Romney, dass unter seiner [möglichen] Regierung "mehr Loyalität mit den Verbündeten Amerikas herrschen" und "der russische Präsident weniger Nachgiebigkeit, dafür aber mehr Härte von Amerika sehen würde". In seiner letzten Rede, welche speziell inländische Themen beinhaltete, gab Romney vor seinen Parteianhängern bekannt, dass unter seiner Präsidentschaft ein "gänzlich anderer Wind wehen würde", als dies bisher unter Obama der Fall gewesen sei.

Zu den Beziehungen mit Iran, Israel, Polen, Kuba und Russland ging Romney nur nebenher ein. Nachdem Romney von der Republikanischen Partei offiziell als Präsidentschaftskandidat auserkoren wurde, gab er bekannt, dass Paul Ryan das mögliche Amt des Vize-Präsidenten bekleiden wird. Auf der gegnerischen Seite stehen für die Demokratische Partei Barack Obama und Joe Biden für den Wahlkampf 2012 bereit.

Der Parteitag dieses Blocks wird in der kommenden Woche stattfinden. Hier sollen offiziell als Kandidaten Obama und Biden nominiert werden. Die Präsidentschaftswahl in den USA findet am 6. November 2012 statt. Experten sehen, sollte Romney Präsident werden, in diesen Äußerungen Romneys, eine deutliche Verschlechterung der Beziehungen zu Russland.

Im Zuge des von den USA vorangetriebenen Raketenabwehrschirms in Europa, könnte Russland "mit entsprechenden Gegenmaßnahmen aufwarten". Militärstrategen in Russland gehen bereits seit längerem davon aus, dass der durch die USA in Europa installierte Raketenabwehrschirm eigentlich gegen Russland und seine möglichen militärischen Interventionen vorangetrieben werden soll.

Zuletzt wurde bekannt, dass die USA auch im asiatischen Raum Bestrebungen verfolgen, dass auch hier ein Raketenabwehrschirm errichtet werden soll. Offizielle Begründung ist hier, dass dieser "gegen eine mögliche Gefahr von Nordkorea angestrebt werde". Russland sieht dies jedoch anders, mit der Etablierung im asiatischen Raum wäre Russland "eingeschlossen" bzw. "umzingelt".

Quelle: RIAN - Bild: flickr (zeigt Mitt Romney)

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