Spanien in der Krise: Im Juli wurden rund 73 Milliarden Euro abgezogen


(C) fdecomite, 2012, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Dass eine Krise in einem Land angekommen ist, das kann nicht nur aus gegenwärtigen Medienberichten wahrgenommen werden. Auch andere Umstände zeigen gerne, dass es einem Land nicht mehr so gut geht. Speziell wollen wir uns an dieser Stelle auf das Eurokrisenland Spanien konzentrieren.

Bereits in der nahen Vergangenheit konnte in Spanien beobachtet werden, dass die spanischen Bürger dem hiesigen Bankensystem nicht unbedingt über den Weg trauen. Aber nicht nur die Bürger sehen in dem maroden Bankensystem Spaniens eine "tickende Zeitbombe". Auch immer mehr internationale Investoren versuchen "so schnell wie möglich" aus dem Land "zu flüchten".

Aus aktuellen Zahlen geht hervor, dass alleine im Juli 2012 gut 73 Milliarden Euro von spanischen Geldinstituten abgezogen worden sind. Um dies in anderen Worten auszudrücken. Hierbei handelt es sich um eine Geldsumme, die etwa sieben Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts darstellt. Bereits in der Griechenlandkrise konnte ähnliches beobachtet werden.

Nämlich ein massiver Abzug von Kapital aus den Banken heraus. Experten meinen derzeit sogar, wenn dieser "Bank-Run" weitergehe, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozonen einen "herben Bankrott" hinlegen wird. Mit den zuletzt beschlossenen Sparmaßnahmen der spanischen Regierung, wird sich das vorliegende Problem nur schlecht lösen lassen.

Denn die Sparpakete tragen allgemein dazu bei, dass sich weniger Geld im Umlauf befindet. Die Abwärtsspirale für die spanische Bevölkerung nimmt demnach noch mehr Tempo auf. Denn je weniger Ausgaben getätigt werden können, desto weniger Geld befindet sich im Umlauf.

Dieser Effekt wirkt sich gleichermaßen auf die heimische Wirtschaft Spaniens aus, der wird nämlich noch weiter die Luft zum Atmen abgewürgt. Auch die katalonische Region in Spanien muss derzeit unter den massiven Irritationen im Land leiden. Zuletzt musste Katalonien eine finanzielle Hilfe in Madrid beantragen, da für den eigenen Sozialsektor etwa 400 Millionen Euro in der Kasse fehlten.

Quelle: Gegenfrage - Bild: flickr (zeigt die spanische Flagge)

  
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