Neue Armut in Europa: Unilever will die Armen zufrieden stellen


(C) Magnus D, 2011, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Durch die anhaltende Eurokrise und den damit verbundenen wirtschaftlichen Abkühlungen sieht sich der Konzern Unilever dazu veranlasst, eine neue Zielgruppe ins Auge zu fassen. Nach eigenen Aussagen "kehrt die Armut nach Europa zurück". Daher wirbt der Konzern nun aggressiv im Segment der günstigen Produkte, für die finanziell nicht so gut ausgestatteten Verbraucher.

Bei MMnews wird sogar zitiert, dass man seitens Unilevers, in Indonesien, Einzelpackungen von Shampoo verkaufe, die für 2-3 Cent angeboten werden. Selbst mit diesen Produkten verdiene Unilever noch "ordentliches Geld" (sagte der Europa-Chef Jan Zijderveld von Unilever). Speziell seien durch Unilever nun Strategien aufgegriffen worden, die aus den Schwellenländern heraus auf den europäischen Markt abzielten.

Bestandteil dieser neuen und aggressiven Form der Konsumentenerreichung ist es, speziell auf jene Gruppen der Konsumenten zuzugehen, welche über ein geringes Einkommen verfügen. In einer aktuellen Ausgabe der Financial-Times sagte Europa-Chef Jan Zijderveld, "dass Unilever wisse wie die Konsumenten mit geringem Einkommen angeworben werden könnten. In den Zeiten vor der Krise habe man dies für Europa aber verlernt" (kein Wortlaut).

Der Konzern Unilever hat unter anderem die folgenden Marken unter seinem Dach: Langnese, Knorr und weitere. Im Zusammenhang mit der Eurokrise machte der Unilever-Chef deutlich, dass in der Vergangenheit, speziell auf den europäischen Markt gerichtet, eher teure Ökoprodukte und ähnliches an den Mann gebracht wurden.

Mit dieser damals eingeschlagenen Strategie versuchte man sich von den sogenannten Discountern abzuheben, indem man einfach teurere Produkte anbot, die den psychologischen Impuls erfüllen sollten, dass jene besser als Discounterartikel sind. Nun müsse, durch die Eurokrise und eine sich weltweit abkühlende Konjunktur, ein neuer Kurs eingeschlagen werden. Speziell ziele man auf Konsumenten mit einem niedrigen Einkommen ab.

Quelle: MMnews - Bild: flickr (symbolisch für "Wenig Geld zur Verfügung")

  
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