Forschung: Auslesen von Daten aus menschlichen Gehirnen wird immer wahrscheinlicher


Menschliches Gehirn

Die Gedanken eines jeden Menschens sind sicher und geheim, denken Sie! Bei aktuellen Untersuchungen wurde nun festgestellt, dass die eigenen Gedanken wohl in Zukunft doch nicht mehr so geheim sind. Schon seit vielen Jahren ist durch verschiedene psychologische Untersuchungen ein Ableiten „äußerer Umstände“ möglich, um an die Gedanken eines jeweiligen Individuums heranzukommen – zumindest in einem gewissen Umfang.

Äußere Reflexe, Mimik und andere deut- und miteinander verknüpfbare Reizerscheinungen können dazu verwendet werden, einen gedanklichen Rückschluss zu bestimmen. Mit Hilfe von "diversen Substanzen" ist es sogar möglich, einen tiefen Blick in die Gedankenwelt eines Menschen zu erhaschen. Doch dies scheint, nach aktuellen Forschungsergebnissen, alles kalter Kaffee von gestern zu sein.

In diesen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Gedanken und Hirnströme mit Hilfe von Computern rekonstruiert werden können. Diese Umstände kannte man bisher nur aus fiktiven Szenarien verschiedenster Filmproduktionen. Doch derzeit ist erkennbar, dass diese "utopischen Fantasien" immer mehr in die Realität umgesetzt werden.

Dass sich aus diesen neuen technologischen Gegebenheiten nicht nur positive Umstände ableiten lassen, sollte soweit klar sein. Auch die negativen Aspekte jener möglichen Nutzung von Gedankensteuerungscomputern sollten genauestens unter die Lupe genommen werden. Die bekanntesten Hersteller für sogenannte Sensor-Systeme sind die Unternehmen Neurosky und Emotiv.

Mit den angebotenen Sensoren sollen eigentlich positive Umstände bei Menschen hervorgebracht werden. Doch nicht nur positive Dinge könnte man mit dieser Technologie umsetzen. Im Zuge von mit dieser Thematik verknüpften Untersuchungen, stellten Wissenschaftler nun fest, dass eine Gedankensteuerung mit dieser technischen Möglichkeit durchaus umsetzbar ist.

An den Untersuchungen nahmen Forscher und Wissenschaftler der University of California at Berkeley, der Oxford University und der Universität Genf teil. Nach umfangreichen Untersuchungen bei 28 Testpersonen kam man zu dem Resultat, dass weitaus mehr Daten aus den vorherrschenden Gedanken, welche teils sogar gezielt gesteuert worden sind, hervorgebracht werden können, als dies in "positiver Weise" nützlich gewesen wäre.

Man fand bei der Messung von Gehirnströmen, an den Testpersonen, unter anderem heraus, dass diese "interessante Daten" ausspuckten, welche so eigentlich nicht erwartet worden waren. Nicht nur dass die Testpersonen die jeweiligen Standorte ihrer Wohnungen preisgaben, auch weitaus sensiblere Daten wurden im Zuge der Untersuchungen zu Tage gefördert. Unter anderem gaben die teilnehmenden Testpersonen auch den PIN für ihre Kreditkarte preis, erkannten auf gezeigten Fotos Personen und ordneten diesen bereitwillig Namen zu.

Nach den abgeschlossenen Untersuchungen wurde der allgemeine Hinweis abgegeben, dass mit der weiteren Entwicklung derartiger Technologie ein Sicherheitssystem geschaffen werden muss, damit persönliche Daten geschützt sind und nicht "einfach so" ausgelesen werden können. In wie fern dieses Sicherheitssystem aussehen soll, wurde seitens der Forscher nicht näher beschrieben.

Die allgemein zu Tage geförderte Erkenntnis, dass man mit der heutigen Technologie bereits sehr gute Treffer beim Auslesen der Gedanken erzielt, lässt einem wohl oder übel einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Dabei sei noch der Hinweis angebracht, dass diese Technologie noch in den "Kinderschuhen" steckt, weitere Entwicklungen in diesem Bereich, mit noch detaillierteren Ergebnissen, bilden für so manchen Datenschutzbeauftragten ein wahres Horrorszenario.

Quelle: WinFuture

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte