Untersuchung zum Urlaub: Jeder Zehnte soll die sogenannte Reisekrankheit haben


(C) Cristeen Quezon, 2008, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Wie in jedem Jahr, strömen auch in diesem Sommer massenweise Urlauber in die verschiedensten Ecken der Welt. Die verdienten Urlaubstage wollen in einem angenehmen Ambiente verlebt werden und man will sich vollkommen vom Arbeitsstress erholen. Doch bevor man an seinem ausgewählten Reiseziel ankommt, wenn dies nicht unbedingt Balkonien ist, stellt sich bei vielen Menschen die sogenannte „Reisekrankheit“ ein.

Um was genau handelt es sich bei dieser Reisekrankheit? Im folgenden Artikel möchten wir kurz auf diesen "altbekannten Umstand" eingehen. Sicherlich kennen Sie das auch. Da will man in den Urlaub, der bereits seit dem letzten Jahr feststeht und wenige Tage vor der Reise stellt sich ein unangenehmes Gefühl in einem ein. Man kann dieses Gefühl durchaus damit vergleichen, welches Kinder haben, bevor diese den ersten Schultag antreten. Eine Art Magengrummeln, in manchen Fällen sogar gepaart mit teils erheblichen Schweißausbrüchen. Dazu gesellen sich in aller Regel die üblichen Stressfaktoren.

Bevor man die Reise antritt, muss natürlich alles sauber in der Wohnung sein, denn die Nachbarin kommt ja zum Blumengießen und Post rein tragen. Aber auch an die eigenen Dinge für die Reise muss gedacht werden. Haben die Kinder alles beisammen, ist die Reiseversicherung abgeschlossen worden und weitere psychologische Druckmomente gesellen sich in den allgemeinen Reisevorbereitungen dazu.

Aus einer aktuellen Untersuchung ist nun hervorgegangen, wie viele Personen überhaupt an der sogenannten „Reisekrankheit“ leiden. Durchgeführt wurde diese Untersuchung an deutschen Bürgern, von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). In den untersuchten Szenarien begab man sich an Bord von Reiseschiffen, Flugzeugen, Bussen und Autos. Deutlich hervorgestochen ist hierbei das Reisen mit dem Schiff. Etwa 5,9 Prozent zeigten hier die höchste Rate bei der "Reisekrankheit" an. Gleich gefolgt von dem Reisen mit einem Flugzeug.

Demnach sollen rund 3 Prozent der Deutschen mit dieser Reiseform Probleme haben. Bei Bus- und Autoreisen stellte man lediglich einen Wert von 2,9 bzw. 2,7 Prozent fest. Innerhalb dieser Untersuchungen stellte man außerdem fest, dass vor allem Frauen mit der "Reisekrankheit" zu kämpfen hatten. 13,3 Prozent der Frauen sollen demnach davon betroffen sein. Bei den Männern wurde ein Wert von 6,4 Prozent ermittelt. Äußern tut sich eine solche Reisekrankheit meist in körperlichen Beschwerden.

Vor allem durch Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüche, Schwindel oder Kopfschmerzen sind die meisten "Reisekranken", nach den Auswertungen der GfK, betroffen. Die Umfrage wurde in der letzten Ausgabe der "Apotheken-Umschau" veröffentlich. Die Untersuchung wurde an 1925 Personen ab 14 Jahren durchgeführt.

Quelle: stern - Bild: flickr (symbolisch für "Urlaub und Reisen")

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