Lebensmittel: Preise bei Mais und Soja explodieren, Experten sehen ernsthafte Gefahren kommen


(C) CraneStation, 2012, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Mit den diesjährigen Wetterkapriolen in verschiedenen westlichen Ländern scheint ein Umstand eingetreten zu sein, welcher von Experten bereits vor einer ganzen Weile vorausprognostiziert worden ist, eine sogenannte "Lebensmittelkrise". In den letzten Monaten sind die Preise für Lebensmittel wie Mais oder Soja teils extrem stark angestiegen. Dies könnte sich nun zu einem Problem für die europäische Nahrungsmittelindustrie entwickeln.

Der Preisanstieg wirke sich bereits jetzt schon auf die Viehzucht in Europa aus, dies zeigen aktuelle Zahlen der Vereinten Nationen. So wurde in einem Bericht der Vereinten Nationen angeführt, dass weltweit eine Verteuerung der Futtermittel- und Lebensmittelpreise zu beobachten ist. Dies werde sich in naher Zukunft und in einigen Fällen bereits jetzt auf die Viehhaltung auswirken. Auch die Milchhersteller sollen von der Krise bei den Futtermitteln betroffen sein.

Von Seiten der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen hieß es hierzu, dass Viehzüchter bereits darüber sprechen, eine "Einrichtung zur Unterstützung des Milchsektors einzurichten". Nach offiziellen Angaben kann man derzeit noch nicht abschätzen, in wie fern sich die verteuerten Lebens- und Futtermittelpreise im Endeffekt auf die Preisgestaltung für die Konsumenten auswirken wird und ob diese Mehrkosten an die Verbraucher weitergegeben werden.

Von der EU-Kommission hieß es, dass sich die Verbraucher in Europa - derzeit - noch keine Sorgen machen müssten, aktuell würden noch keine "extremen Preisanstiege" – in Europa - beobachtet. Wenn es solche geben wird, sagte ein EU-Sprecher, würde dieser Effekt mit einer zeitlichen Verzögerung auftreten. Deutlich anders schätzt die FAO (FAO: Food and Agriculture Organization of the United Nations) die vorherrschende Lage ein. Diese geht davon aus, dass die Lebensmittel- und Futtermittelpreise kurz- bzw. mittelfristig weiter steigen werden.

Hierbei merkte man seitens der FAO an, „sollte es in dieser Lage zusätzlich auch zu Versorgungsengpässen kommen, würden sich die Preise innerhalb relativ kurzer Zeit weiter verteuern“. In den Vereinigten Staaten (USA) herrscht derzeit eine der größten Dürren seit Jahrzehnten.

Dies hat zur Folge, dass die Preise für Getreide bisher um gut 23 Prozent gestiegen sind. In diese aufwärtsgerichtete Preisspirale, in den USA, gesellt sich ebenfalls der bekannte Umstand, dass die Futtermittel kosten ebenfalls auf einem Höchststand liegen. Kritiker sehen in dieser Lage, speziell mit Blick auf die Herstellung von Biokraftstoffen aus Getreide, dass die Verteuerung so künstlich weiter angefacht wird.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch für "Ernteausfall")

  
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