United Internet: Abschreibungen belasten das Ergebnis des Unternehmens


(C) torbakhopper, 2012, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Dass es mit der europäischen Wirtschaft derzeit nicht so gut läuft, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Deutlich besser dagestanden sind in diesen Tagen die Internetkonzerne. Doch auch hier scheint so langsam der Wurm drin zu sein. Wenn man sich z.B. die aktuellen Zahlen des Internetkonzerns United Internet ansieht, zeigt dies, dass die "Krise" auch hier angekommen ist, zumindest in einem speziellen Teilsegment des Konzerns.

Bei den folgenden Marken bzw. Dienste: GMX, web.de oder 1und1 konnte aber ein gutes Ergebnis eingefahren werden. Auf dem ersten Blick zeigten die Zahlen, dass das Wachstum nicht so gewesen ist, wie es eigentlich erwartet worden war. Das Sorgenkind von "United Internet" ist hierbei SEDO. Bei dieser Sparte handelt es sich um eine Tochtergesellschaft des Konzerns. Diese ist nunmehr auch dafür verantwortlich, dass das Ergebnis von "United Internet" abgesackt ist.

Randnotiz: Bei SEDO handelt es sich um eine Plattform, bei der Domains gekauft oder verkauft werden können.

Im ersten Halbjahr des Jahres 2012 konnte "United Internet" etwa 610.000 neue Kundenverträge abschließen, in sieben europäischen Ländern und den USA. Dies gab "United Internet" nun am letzten Dienstag offiziell bekannt. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert nur bei etwa 400.000 neu abgeschlossenen Verträgen.

Bei den Umsatzzahlen liegt der Wert auf konzernweiter Ebene ebenfalls deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hier konnte ein Plus von etwa 15 Prozent verbucht werden, insgesamt stieg der Umsatz auf 1,163 Milliarden Euro an. Doch nicht alle Sparten bei "United Internet" scheinen so gut zu laufen. Bei dem bereits benannten SEDO läuft es nicht so, wie man sich dies eigentlich vorgestellt hatte.

Insgesamt belastete das Geschäft von SEDO das Ergebnis von "United Internet" um etwa 46,3 Millionen Euro. Durch diese schlechten Zahlen sackte das Ergebnis insgesamt auf 148,6 Millionen Euro ab (Gewinn - vor Steuern und Zinsen). In wie fern sich dieses negative Ergebnis auf die Tochtergesellschaft "Sedo" auswirken wird (im Zuge einer eventuellen Neuausrichtung in der Unternehmensstrategie), bleibt abzuwarten.

Quelle: Heise - Bild: flickr (symbolisch für "Wirtschaft und Business")

  
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