Radikalisierung: Rechte Gruppen gehen in Griechenland gegen Migranten vor


(C) Dennis Jarvis, 2005, Quelle: flickr (CC BY-SA 2.0)

Durch die weiteren Spareinschnitte in Griechenland scheinen sich spezielle Lager des Landes umzuorientieren, in die rechte Ecke nämlich. Eines der Hauptgründe ist hierbei augenscheinlich, dass im Zuge der drastischen Einschnitte, durch die griechische Politik, immer mehr Verarmung im Land herrscht. Aber nicht nur für die Griechen selbst scheinen die Einschnitte besonders hart zu sein, auch immer mehr Migranten im Land verspüren den Zorn der Griechen selbst.

Dass besonders in finanziell heiklen Lagen eines Landes die Bevölkerung dazu neigt, dass Ausländer verschmäht werden, ist aus den Erkenntnissen der Vergangenheit her nichts Neues. In der sich allgemein zuspitzenden Lage Griechenlands wurde zuletzt bekannt, dass rechtsradikale Parteien mit psychologischen Programmen neue Wähler zu sich ins Boot holen wollten. Hierzu nutzte man Parteigelder um Lebensmittel an arme Griechen zu verteilen - Ausländer bekamen nichts, wenn diese nicht über einen griechischen Pass verfügten, der zeigte, dass es griechische Staatsbürger waren.

Aber dieser Fall kann durchaus noch als harmlos bezeichnet werden. Mittlerweile gehen die Irritationen im Land sogar soweit, dass ausländerfeindlich gesinnte Gruppen Menschen auf offener Straße ermorden. Ein solcher Fall wurde zuletzt aus der Hauptstadt Athen bekannt. Hier sollen mutmaßlich rechtsradikale Personen einen aus dem Irak stammenden Migranten mit Messer und Steinen getötet haben.

Experten sehen in diesen aktuellen Umständen aber nur den Anfang eines sich weiter ausbreitenden Fremdenhasses. Fremdenhass und Neid werden im Zuge der weiteren gesellschaftlichen Abschwächung weiter zunehmen, dies sehen mittlerweile viele konservative Kräfte im Land so.

Die Medien in Griechenland selbst titeln bereits auf ihren Covers mit "Dem unbekannten Krieg". Zumindest von offizieller Seite der griechischen Regierung scheint man die Radikalisierung im Land abzulehnen und deutliche Zeichen gegen diese setzen zu wollen. So umschrieb der derzeitige Minister für Öffentliche Ordnung, Nikolaos Dendias, den letzten Mordfall so, dass die Regierung alles unternehmen werde, um den Tätern habhaft zu werden und weitere Anschläge dieser Art zu verhindern.

Quelle: Focus - Bild: flickr (symbolisch für "Griechenland")

  
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