Frankreich: Schwere Ausschreitungen in Amiens durch jugendliche Gewalttäter


(C) Aires Almeida, 2011, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nicht nur Spanien hat dieser Tage mit Ausschreitungen zu kämpfen. Auch in Frankreich scheint es aktuell in der Bevölkerung zu rumoren. Besonders die Jugendlichen sind von den aktuellen Einsparungen der Regierung alles andere als begeistert. Dies äußerte sich zuletzt in der nordfranzösischen Stadt Amiens so, dass etwa 100 Jugendliche bei Straßenschlachten ihrem Ärger Luft machten.

Die eingesetzten Polizeikräfte waren mit den tobenden Massen teils überfordert, so dass diese letztendlich zu Tränengas und auch Gummigeschossen griffen. Der Höhepunkt der Krawalle wurde in der Nacht auf Dienstag erreicht. Nach behördlichen Angaben sollen hier etwa 16 Polizeibeamte verletzt worden sein, einer sogar schwer. Mittlerweile wurde auch schon seitens des Bürgermeisters eine erste Schadensbilanz gezogen.

Der allgemeine Sachschaden wird demnach auf etwa eine Million Euro geschätzt. Angefangen hatten die Randale in der nordfranzösischen Hauptstadt Amiens eigentlich relativ "ruhig". Das übliche Bild von angezündeten Mülltonnen und Autos war zu sehen. Doch mit dem Einsatz der Sicherheitsbeamten schien die Lage gänzlich außer Kontrolle zu geraten. Demnach sollen im Verlauf der Randale auch eine Turnhalle und ein Freizeitzentrum in Flammen aufgegangen sein, die betroffenen Gebäude wurden hierbei teils schwer beschädigt.

Die Randale sollen sich in diesem Höhepunkt mehrere Stunden "gehalten haben". Erst nach mehreren Stunden und teils rabiaten Einsatzmethoden von Gummigeschossen und Tränengas konnten die Polizeitruppen die Lage unter Kontrolle bringen. Nach Angaben der Polizei sollen die Jugendlich mit Feuerwerkskörpern und sogar Schrotmunition bewaffnet gewesen sein.

Festgenommen wurde, nach derzeitigen Erkenntnissen, niemand in der Krawallnach zum Dienstag. Als Hauptgründe für die Randale sieht man die hohe Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und die gesellschaftliche Entfremdung in der Stadt an.

Quelle: Focus - Bild: flickr (symbolisch, Bild zeigt "Amiens Hafen")

  
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