Überwachung: US-Militär testet größtes Luftschiff für Spionage


(C) Bild: 2012 Northrop Grumman (Computeranimation/Grafik)

Die sogenannten Drohnen waren in den letzten Jahren stark im Kommen. Besonders staatliche Stellen interessierten sich für diese neuartige Form der Überwachungstechnologie. Die USA setzen Drohnen in verschiedenen Teilen der Welt ein, teils um damit Terroristen oder andere Staatsfeinde zu eliminieren oder aber auch zur Informationsgewinnung.

Nun soll das US-Militär eine ganz spezielle "Superdrohne" als Ass im Ärmel haben. Doch diese Drohne ist ein wenig anders geschaffen, als man sich „die Drohne“ aus ihrer bisherigen Form her vorstellt. Es handelt sich vielmehr um eine Art Luftschiff, mit dem in Zukunft auf Terroristenjagd und Informationsgewinnung gegangen werden soll. Wie es aus einem Bericht der Financial-Times-Deutschland heißt, soll es sich bei diesem Projekt um eine "ultrageheimes" handeln.

Warum derartige Informationen, trotz der "supergeheimen Grundlage", nun die Runde durch die Medien macht, bleibt unverständlich. Bei dem besagte Projekt handelt es sich um ein sogenanntes "Long Endurance Multi Intelligence Vehicle". Dieses hat für die Militärs die besonders positive Eigenschaft, dass es mehrere Wochen in der Luft bleiben und zudem enorme Mengen an Last transportieren kann.

Nach einem Testflug haben die US-Streitkräfte nunmehr das "Monstrum-Luftschiff" auf die Landeeigenschaften und die Starteigenschaften hin überprüft. Insgesamt soll der Test gut eine Stunde und dreißig Minuten gedauert haben. Nach offiziellen Angaben soll bei diesem Testflug alles gut gelaufen sein. In diesem ersten Test ging es speziell um die Flugsicherungssysteme des Luftschiffs, welche getestet werden sollten.

Ob mit dieser neuen Art der Luftüberwachungstechnologie gleichermaßen die Drohnen eine "starke Konkurrenz" bekommen, bleibt fraglich. Vielmehr kann man davon ausgehen, dass diese Luftschiffe als ergänzende Technologie, zu den bisher in Einsatz befindlichen Drohnen, genutzt werden. Vor allem der Vorteil, dass diese große Mengen von Material und Gewicht aufnehmen können, macht diese Luftschiffe besonders interessant.

Nicht nur als Zwischenlager für Transport- oder Kriegsmaterialien könnten hier Einsatzmöglichkeiten definiert werden, auch die hochtechnologische Ausrüstung wäre eine mögliche Option (z.B. schwere Überwachungsanlagen, welche aus der Luft heraus Bilder anfertigen können). Ganz billig sind die neuen Spionageluftschiffe aber nicht. Für drei der sogenannten LEMVs soll das US-Militär rund 517 Millionen US-Dollar auf den Tisch gelegt haben. Eines der ersten Einsatzgebiete, nach den erfolgreichen Tests, könnte nach Expertenmeinung Afghanistan sein.

Quelle: FTD

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte