Spanien: Gewerkschaft ruft zur Plünderung auf und stürmt Supermärkte


(C) Chris Oakley, 2011, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Mit der sich weiter verschärfenden Krise in Spanien, wird bei vielen spanischen Landsleuten das Geld immer knapper in der Kasse. Dass sich an diesem Umstand so schnell etwas ändern wird, wagen Marktexperten zu bezweifeln. Dass in diesen Notsituationen gerne "andere Methoden aufkommen", um sich das täglich Brot überhaupt noch gönnen zu können, sieht man in einem "speziellen Fall" der aktuell in den spanischen Medien für Aufsehen sorgt.

Speziell mit den aktuellsten Sparbeschlüssen der spanischen Regierung, mischt sich ebenfalls vermehrt aggressive Wut unter die allgemeinen Umstände der Geldknappheit. Eine spanische Gewerkschaft hat im Zuge der sich weiter verschärfenden Krise nun Maßnahmen ergriffen, die dem spanischen Staat nicht gefallen haben. In diesem Fall geht es um die andalusische Arbeitnehmervertretung SAT.

Diese rief jüngst dazu auf Supermärkte zu plündern. An dieser Aktion soll, nach Informationen von DWN, auch der Dorfbürgermeister (von Marinaleda) beteiligt gewesen sein. Nach vorliegenden Informationen der spanischen Zeitung "Diario de Sevilla" sollen gezielt Supermärkte der Ketten Mercadona und Carrefour in Ecija und Arcos ausgewählt worden sein.

Das gestohlene Diebesgut wurde nach Aussagen des Gewerkschaftschefs, Juan Manuel Sánchez Gordillo, nach der Klauaktion in der Gegend verteilt. Speziell suchte man sich seitens der Gewerkschaft Gebiete aus, bei denen eine hohe Arbeitslosigkeit und Armut vorherrschte.

Mittlerweile hat sich auch die Regierung von Andalusien zu der benannten Aktion geäußert. Der aktuelle Regierungschef José Antonio Griñán nannte dieses Vorgehen, seitens der Gewerkschaft SAT, eine "Barbarei". Der Innenminister des Landes ordnete mittlerweile bereits Haftbefehle gegen die Beteiligten der Diebesaktion an.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch für "Wenig Geld")

  
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