PIMCO Co-Chef Gross warnt vor Investitionen in der Eurozone


(C) Corinna Nasonis, 2007, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Durch die Eurokrise sehen mittlerweile auch viele Anleger das "einst gepriesene Land" als schlechte Investitionsmöglichkeit, um das eigene Kapital sicher und profitabel anlegen zu können. Zuletzt mussten Griechenland, Spanien, Portugal und Italien mit dieser neuen Denkweise eine Bekanntschaft machen. Doch damit nicht genug. Nun äußerte sich auch Bill Gross zur Thematik um Investitionen in Europa.

Anbei eine kleine Randinformation zu Gross. Dieser ist der Co-Chef des weltweit größten Anleihefonds PIMCO.

Mit deutlichen Worten warnte er die Anleger vor weiteren Investitionen in Europa. "Die wollen nur euer Geld haben", sagte Gross in seiner allgemeinen Begründung. Bill Gross gab für die Anleger zudem den Hinweis ab, „dass die Eurozone bereits so kaputt sei und dass möglichst Investitionen in Europa vermieden werden sollten“.

Mit spitzer Zunge sagte Gross in diesem Zusammenhang: "Dass man sich davor bewahren sollte, in das offene Messer zu laufen". Der Co-Chef von PIMCO gab in spezieller Hinsicht, auf die europäische Politik, zudem den Hinweis ab, dass diese nur noch dahingehend agiere, um Investoren anzulocken und um ihnen das Geld abnehmen zu können.

Weiterhin äußerte Gross den kritischen Kommentar zur Eurozone, dass weder aus finanzpolitischer noch marktpolitischer Sicht her Fortschritte in Europa erzielt worden sind, dieser Umstand mache die Eurozone unattraktiv. In seinem Interview mit der Financial-Times gab Gross auch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem EZB-Chef Mario Draghi, dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande und der Chefin des IWF Christine Lagarde die Schuld an den "bitteren Umständen" innerhalb der Eurozone.

Dieses genannte „Gespann“, so Gross, sei nicht wirklich an Lösungen interessiert, vielmehr aber daran den Investoren das Geld "aus den Rippen zu leiern". Dass die Investoren derartig dumm sind, nicht zu erkennen was hier gespielt wird, wagt Gross zu bezweifeln. Den Anlegern riet Gross, das Geld in anderen Regionen der Welt anzulegen und wenn noch nicht umgesetzt, dieses so schnell wie möglich in außereuropäische Regionen umzuschichten.

Ob Gross sich mit diesen Äußerungen speziell bei der US-Regierung "Vorteile" erringen will, ist nicht bekannt. Doch im Zuge seiner Äußerungen dürften Investoren und Anleger vermehrt auf den US-Dollar und die USA setzen, um das zu investierende Geld anzulegen.

Quelle: Wirtschaftsfacts - Bild: flickr (symbolisch)

  
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