Nach dem Skandal der manipulierten Organspenden sinkt das Vertrauen


(C) Alan Turkus, 2006, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Nach dem Bekanntwerden des deutschen Skandals um manipulierte Organspenden, scheuen sich immer mehr Bürger der Bundesrepublik selbst Organspende betreiben zu wollen. Viele Deutsche die bereits einen Organspendeausweis hatten, wollen diesen nun abgeben. Immerhin 45 Prozent sind es mittlerweile, die durch den Organspendeskandal in Deutschland aufgeschreckt sind.

Diese wollen sich nicht mehr bereitwillig für die Organspende zur Verfügung stellen. Nach dem Skandal führte das bekannte Meinungsforschungsinstitut YouGov eine entsprechende Umfrage durch. Diese wurde von der Nachrichtenagentur DPA in Auftrag gegeben. Mittlerweile sind es nur noch 42 Prozent, die "keine Bedenken" haben ihre Organe anderen Menschen zu spenden.

Aus diesen erhobenen Daten von YouGov geht ebenfalls hervor, dass 36 Prozent derzeit kein Interesse daran haben, ihre Bereitschaft zur Organspende zu bekunden. Vor dem Organspendeskandal war dieser Wert noch deutlich niedriger ausgefallen. Mittlerweile sind es nur noch gut 30 Prozent die eine Organspende "auf dem Schirm" haben und sich dafür zur Verfügung stellen würden.

Nun soll ein mediales Programm, seitens Ärzte und deutscher Krankenkassen aufgelegt werden, dass das Vertrauen in die Organspende wiederherstellen soll. Ob dieses Vorhaben gelingen wird, bleibt fraglich. In dem jüngsten deutschen Organspendeskandal kam zuletzt heraus, dass in den Städten Regensburg und Göttingen Daten manipuliert worden sind, um ausgewählte Patienten bei der Vergabe von Organen zu begünstigen.

Wie aus einem Artikel von "stern" hervorgeht, sollen die Krankenkassen in Deutschland, in der nahen Zukunft, Briefe an die Kassenpatienten verschicken. Deren Inhalt soll die allgemeine Bereitschaft für die Organspende positiv unterstützen und so die Zahlen der Organspendewilligen deutlich erhöhen. In der benannten Umfrage gaben nur 14 Prozent der befragten Personen an, dass diese einen Organspendeausweis haben.

Quelle: stern - Bild: flickr

  
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