Immobilien: Lehman Brothers will Archstone an die Börse bringen


(C) Jim Linwood, 2008, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Die im Jahr 2008 in die Pleite gerutschte Investmentbank Lehman Brothers, will nach aktuellen Informationen zufolge die zuletzt erworbene Immobilientochter Archstone an die Börse bringen. Lehman selbst erhofft sich durch Archstone einen guten Verdienst, da es in den USA speziell nach Mietwohnungen einen erhöhten Bedarf gibt.

Festgehalten werden sollte an dieser Stelle, dass es sich bei "Lehman Brothers" in der heutigen Form, um den Nachfolger der damaligen Pleitebank handelt. Durch den nun bekannt gewordenen Schritt, Archstone an die Börse bringen zu wollen, soll letztendlich auch Geld zu den immer noch zahlreich vorhandenen Gläubigern fließen, welche im Zuge des Lehman-Crashs teils erhebliche Verluste einfahren mussten.

Am letzten Freitag legte Archstone nun offiziell das hauseigene Börsenprospekt vor. Bislang unklar ist immer noch, wann Archstone an die Börse gehen will. Gleichermaßen steht ebenfalls noch nicht fest, welcher Aktienpreis für das Unternehmen festgesetzt werden wird. Laut vorabgegebener Einschätzung befindet Archstone die Einnahmen auf etwa 100 Millionen US-Dollar, mit dem geplanten Börsengang einzunehmen.

Da es sich hierbei jedoch nur um eine eigene Schätzung handelt, muss diese Zahl mit Vorsicht genossen werden. Nicht zuletzt werden die vorherrschenden Bedingungen auf dem Markt ein wichtiger Aspekt sein, welche die letztendliche Summe herausbilden wird. Archstone zählt zu den größten Immobiliengesellschaften der USA. Insgesamt fallen Archstone über 59.400 Einheiten bei der Vermietung zu, aufgeteilt in 181 Kommunen.

Vor allem in hochfrequentierten Ballungszonen hat Archstone hierbei die meisten Mietobjekte anzubieten. Im Jahr 2007 wurde Archstone von der damaligen Lehman-Brothers Investmentbank und einem Partner erworben, für eine stolze Summe von 22,2 Milliarden US-Dollar. Kurze Zeit später geriet Lehman-Brothers mit der eigenen Pleite in die Schlagzeilen.

Quelle: Handelsblatt - Bild: flickr

  
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