Wie Sie Ihr Arbeitszeitkonto im Fall einer Insolvenz schützen können


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Verbesserter Schutz im Insolvenzfall durch Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter! Arbeitgeber sollten künftig den Gegenwert so genannter Zeitguthaben auf ein separates Konto für den Mitarbeiter anlegen, das getrennt vom Vermögen des Unternehmens im Insolvenzfall gewertet wird. So gehen die angesammelten Beträge bzw. Zeiteinheiten den Mitarbeitern nicht verloren, wenn die Firma zahlungsunfähig wird.

Durch die Schaffung von Arbeitszeitkonten können sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer die Arbeitslöhne bzw. der Auszahlung flexibler gestalten und nutzen. So können Teile der Vergütung - am häufigsten für Überstunden, oder aber auch für Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld – bei der monatlichen Gehaltsabrechnung einbehalten und auf diesen Arbeitszeitkonten in Zeit- oder Geldwert angelegt werden.

Damit kann überraschender Arbeitsausfall mangels schlechter Auftragslage oder finanzielle Einbußen im Vorruhestand ausgeglichen werden. Wer ein Sabbatical plant, kann sich auch hiermit Freizeit ansparen. Arbeitnehmer genießen ihre dadurch gewonnene flexiblere Arbeitszeit mit längeren Freistellungsphasen oder aber leisten einen Beitrag zu ihrer Altersvorsorge. Bei einer Kündigung muss dann der Wert des Arbeitszeitkontos in Freistellung oder aber bar abgegolten werden.

Im Todesfall des Arbeitnehmers kann der Wert des Kontos sogar vererbt werden. Beide Parteien haben steuerliche Vorteile und zwar: Für den Arbeitgeber durch die steuerneutrale bzw. steuerlich subventionierte Anlage der angesammelten Vergütungsansprüche und für den Arbeitnehmer durch die Abschwächung des progressiven Einkommensteuertarifes. Alle Zeitguthaben der Mitarbeiter müssen vor dem Zugriff der Gläubiger bei Insolvenz geschützt werden. Dann wäre die Ausgestaltung von flexiblen Arbeitszeitkonten eine sicherlich gute Sache.

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