Warum sogenannte Auskunfteien, wie die Schufa, Daten herausgeben müssen


(C) Jeffrey Beall, 2010, Quelle: flickr (CC BY-SA 2.0)

Verbraucher haben jetzt Vorteile durch die ab 1. April gesetzlich wirksame Neuregelungen im Hinblick auf Auskünfte vor einer Kreditvergabe. Schufa, Creditreform oder Bürgel müssen ihre Auskünfte gratis mitteilen, was über Personen gespeichert ist. Sie als Verbraucher können sich informieren, was über Sie gespeichert ist. Dazu müssen auch die Scorewerte der vergangenen sechs Monate genannt werden und welche Daten dort eingeflossen sind und wer diese abfragte.

Als Bürger erreichen Sie die Offenlegung durch das neue Datenschutzgesetz, das zum 1. April 2010 eingeführt wurde. Bisher kostete eine Schufa-Eigenauskunft 7,80 Euro. Es muss in Zukunft beobachtet werden, ob diese neue Gratisauskunft knapper als die bisherige gebührenpflichtige Offenlegung ausfällt. Laut Gesetz dürfen Firmen jetzt Ihre offenen Rechnungen erst melden, wenn die Forderungen rechtskräftig sind.

Auch eine Anerkennung der Außenstände ist notwendig. Weitere Voraussetzung zur Benachrichtigung von Schufa & Co. ist, dass der Schuldner mindestens zweimal im Abstand von vier Wochen schriftlich gemahnt wurde und er die im Raum stehende Forderung nicht bestreitet und die Möglichkeit über die Schufa-Meldung bekannt gegeben wurde. Es darf nicht gemeldet werden, wenn der Schuldner die Rechnung bestreitet oder wenn er bereits Widerspruch eingelegt hat.

Wenn Sie als Kunde Probleme beim Kauf verschiedener Gegenstände bekommen, sollten Sie in jedem Falle bei der Auskunftei nachfragen, welche Einträge vorliegen. Denn oft ist ein negativer Schufa-Eintrag Schuld am Zögern des Verkäufers. Auch kommt es öfter vor, dass die gespeicherten Daten falsch sind. Daher sollte jetzt jeder Verbraucher ein wachsames Auge auf seine Einträge haben und den Auskunfteien nicht blindlings vertrauen.

Bild: flickr

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte