Eurokrise: Viele Immobilienfonds stehen vor der endgültigen Pleite


(C) Ines Hegedus-Garcia, 2012, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Nach aktuellen Erkenntnissen könnte sich so etwas wie eine neue Finanzkrise auf dem Markt herauskristallisieren. Denn wie nun bekannt wurde, sollen sich die sogenannten Immobilienfonds erheblich verzockt haben. Doch wie soll dies entstanden sein und wie soll man aus dieser wirklich brisanten Lage wieder herauskommen?

Sicherlich sei an dieser Stelle zunächst einmal festzuhalten, dass von den besagten Immobilienfonds Grundstücke, Wohnungen, Häuser etc. meist auf Pump, spricht per Kredit, gekauft werden, 90 Prozent des jeweiligen Kaufpreises sind hierbei eine geliehene Kreditsumme. Doch nur geringste Abweichungen, in den Faktoren, die für eine Aufrechterhaltung der Zinszahlungen, innere Kosten und anderes wesentlich entscheidend sind, können hier böse Folgen nach sich ziehen.

Dies können z.B. sein, dass ein jeweiliger Standort durch externe Umstände uninteressant geworden ist, dadurch eventuelle Mieteinnahmen zurückgehen etc. - dann passt die ganze Rechnung, da auf Pump gekauft, nicht mehr wirklich überein, aber leider wurde dies so von recht vielen Banken und Immobilienfonds so praktiziert.

Wie soll es da auch anders sein, dass man in den Zeiten, wo die alte Krise noch nicht ganz ausgestanden ist, sich ein wenig bedeckt hält, wenn es um solche wirklich schlechten Badnews geht, die zum Teil schwere Auswirkungen mit sich bringen können. Doch wer hier nicht klar die Fakten auf die Hand nimmt, könnte sich der Verschleierung strafbar machen, was wohl zuletzt auch einige Banken einsehen mussten und offizielle Statements zu dieser misslichen Lage veröffentlicht haben.

Der erste große Schock kam hierbei von der großen Bank Morgan Stanley, die einen teils dramatisch anmutenden Wertrückgang des eigenen Immobilienfonds MSREF VI veröffentlichte, der immerhin einen stolzen "Rücksprung" von 6,6 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden Euro machte.

Aber auch andere Banken scheinen im Sektor der Immobilien böse auf die Nase gefallen sein, hier wäre die in letzter Zeit mehr schlechte, als gute Nachrichten produzierende Bank Goldman Sachs zu nennen. In einer offiziellen Erklärung ließ man mitteilen, dass das eingesetzte Eigenkapital für den Fonds Whitehall Street International schon fast auf null gefahren ist, dementsprechend "schlecht".

Doch noch zahlreiche andere Brandherde scheint es auf diesem Markt zu geben, wobei es in vielen Fällen um nicht unerhebliche Sümmchen geht, die sich alle Zusammen schon zu einigen Billionen häufen, neuen Billionen versteht sich. Auch die Deutsche Bank scheint erst kürzlich als helfende Hand eingesprungen zu sein, für einen in den USA ansässigen Immobilienfonds. Wollen wir mal hoffen, das sich hier kein neuer, alles zerstörende Brandherd entwickelt, anhand der Summen um die es hierbei in der Masse der Banken geht, scheint dies aber wohl bereits ein loderndes Feuer zu sein, wer es flächendeckend löschen soll, steht in den Sternen!

Bild: flickr

  
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