Ver.di Chef Bsirske fordert nun offiziell eine Reichensteuer


(C) hellercom, 2009, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Solle man im Zuge der Eurokrise nun die Reichen der Gesellschaft schröpfen oder sollte man gänzlich andere Wege gehen, da derartige Wege, im historischen Kontext, meist "schlecht für alle gewesen sind"? Die nun geführte Diskussion, um eine Vermögensabgabe und eine Reichensteuer, ist mittlerweile nicht nur in Frankreich angekommen. Auch in Deutschland machen, besonders linksorientierte Gruppierungen, derartige Vorschläge.

Jüngst äußerte sich zu dieser Thematik auch der Ver.di Chef Frank Bsirske. Dieser fordert offen die Einführung einer Reichensteuer in Deutschland. Für die Durchsetzung dieses Vorhabens geht Bsirske nun auch "ungewöhnliche Wege". Wie in einem aktuellen Focus-Bericht zu lesen ist, soll Bsirske mit der antiglobalistischen Bewegung um Attac ein Bündnis aufbauen wollen.

Letztendliches Ziel dieses gemeinsamen Bündnisses soll sein, dass eine zusätzliche Reichensteuer eingeführt wird und im Gesamtkontext seines Redens generell "Reiche Bürger" deutlich stärker zur Kasse gebeten werden sollen. Mittlerweile hat sich dieses Bündnis in einer Dreierkonstellation aufgestellt. Geführt von den Gewerkschaften, Sozialverbänden und eher links ausgerichteten Nichtregierungsorganisationen.

Diese kämpfen nun gemeinsam für das auf die Fahne geschriebene Endziel, die strikte Einführung einer Vermögenssteuer. Doch dabei soll es nicht bleiben, in den bisher geäußerten Forderungen ist ebenfalls eine einmalige Vermögensabgabe enthalten. Am letzten Freitag war das neu geschmiedete Bündnis in Berlin offiziell vorgestellt worden. Dort wurde in einer Kundgebung der "Fahrplan" des Bündnisses bekanntgegeben.

Die Hauptforderungen bestehen in einer deutlich höheren Besteuerung von finanzstarken Unternehmen wie Banken u.ä. Aber auch die Besteuerung von "hohen Einkommen" soll deutlich erhöht werden. Ebenfalls im Fokus der "Besteuerungstaktiken" des Bündnisses liegen die "großen Erbschaften".

In einem offiziellen Statement ließ der Ver.di Chef Bsirske zudem durchblicken, dass "die Zeit für Umverteilung reif sei". Dass derartige Maßnahmen nur einen kurzfristigen Impuls geben, hat man zuletzt in den Zeiten des kommunistischen Regimes erleben können. Zwar erzielen diese staatlichen Schröpfungsmaßnahmen einen kurzen Erfolg, die Betonung liegt hierbei aber auf "kurzen".

Der generelle Antrieb, Leistung zu erbringen, wird mit derartigen Maßnahmen, innerhalb der Gesellschaft gebremst, da keiner mehr einen Ansporn dafür hat, etwas zu leisten und "Großes zu vollbringen", wenn ihm diese Leistung, durch staatliche Maßnahmen, wieder zunichte gemacht wird, zumindest die Früchte aus seiner erbrachten Leistung.

Quelle: Focus - Bild: flickr

  
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