Verzockt: Softwarefehler beschert Knight Capital einen hohen Verlust


(C) Stéfan, 2008, Quelle: flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Finanzkrise hat schon einiges an Geld gekostet. Vor allem die Bürger müssen unter diesen Umständen leiden, denn wenn an der einen Seite Unmengen an Geld aus dem Fenster hinausgeworfen werden, fehlt gleiches an anderer Stelle. Doch können Sie sich vorstellen, dass "Software" dazu in der Lage ist mehrere hundert Millionen US-Dollar binnen 45 Minuten "zu verbrennen"? Kein Witz, dies ist so geschehen.

Gleichermaßen sollte einem dieser "Fehler" die Augen dahingehend öffnen, sich nicht komplett von Maschinen abhängig zu machen. Wie nun bekannt wurde, soll am vergangenen Mittwoch ein "krasser Softwarefehler" dafür verantwortlich gewesen sein, dass die Firma "Knight Capital" nun um sage und schreibe 440 Millionen Dollar ärmer ist. Mittlerweile kämpft diese sogar um das eigene Fortbestehen.

Es reichten nur 45 Minuten aus um diese Riesensumme "zu verzocken". Grund hierfür war eine neue Software, die automatisch mit Aktien handelte. Das verzockte Geld gehört nun anderen Leuten und "Knight Capital" schaut nicht nur vor seinen eigenen Mitarbeitern dumm aus.

Auch an der Wall-Street ist dieser Fall mittlerweile ein heißes Gesprächsthema, scherzhaft wird mittlerweile sogar von "Knightmare on Wall Street" gesprochen. Das Unternehmen "Knight Capital" gehört keineswegs zu irgendwelchen Amateurzockervereinen. Mittlerweile ist "Knight Capital" 17 Jahre am Markt aktiv und gehört zu den größten Aktienhändlern in den USA.

Auf den eigenen Aktienkurs hat sich dieser "Zockerskandal" mittlerweile auch ausgewirkt. Nachdem der Vorfall "um die verzockten Millionen" bekannt geworden war, fiel der Aktienkurs des Unternehmens binnen kurzer Zeit um 75 Prozent. Nach Angaben von "Knight Capital" sollen jedoch keine Kundengelder betroffen sein, sondern "nur" eigene Aktionäre von "Knight Capital".

Quelle: heise - Bild: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte