IETF: Neuer Standard gegen Zensur im Internet geplant


(C) Paul Downey, 2005, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Zensur im Internet stellt in den heutigen Tagen ein ernsthaftes Problem dar. In immer mehr Staaten werden nicht nur Cyberkriminelle von derartigen staatlichen Maßnahmen in die Flucht geschlagen, auch harmlosen Bloggern soll mit Zensur bei bestimmten Themen Einhalt geboten werden.

Dass sich mit dem Zeitalter des Internets auch der Informationsfluss rund um die Welt gewandelt und vor allem beschleunigt hat, ist dabei vielen Regierungen ein Dorn im Auge. Speziell für Blogger gibt es nun aus den Niederlanden einen interessanten Ansatz zum Thema des Microbloggings. Hierbei entwickelte Johan Pouwelse einen neuen Standard, der das Microblogging gegen Zensur schützen soll.

Das Stichwort, wie das ganze funktionieren soll, nennt sich "Adhoc-Netzwerk". Mit diesem Konzept soll es möglich sein, dass Mobilgeräte ohne direkten Zugang zum Internet zensurfrei kommunizieren können. Hierbei können auch Mobilgeräte ohne Internetzugang teilnehmen. Bei einem IETF-Treffen (Internet Engineering Task Force) stellte Pouwelse das neue Konzept nun vor.

Bei dem vorgestellten neuen Standard zielt der Erfinder speziell auf die mobilen Endgeräte der Smartphones ab. Antreibende Kraft von Pouwelse, für die Erarbeitung eines solchen Standards, war der Kampf gegen Zensurmaßnahmen von Regierungen, aber auch anderen Angriffsmethoden. Vor allem aber soll die Zensur gebremst werden, die in vielen Staaten im Kommen ist.

Weitere Aspekte für die Ausarbeitung des neuen Standards waren zudem, dass Pouwelse einen geeigneten Schutz vor SPAM, Betrug, Cyberspionage, digitale Abhöraktionen, Infiltration und gegen den sogenannten "Internet Killswitch" auf den Weg bringen wollte, um das Internet in seiner Form weiterhin "frei" zugänglich zu machen.

Quelle: heise - Bild: flickr

  
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