Das menschliche Nervensystem und seine Beschaffenheit


(C) LadyofHats, Mariana Ruiz Villarreal, 2007, Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Wenn wir von einem "Nervensystem" sprechen, dann wir damit generell die Gesamtheit der Nerven- und Gliazellen in einem Organismus beschrieben. Ohne ein Nervensystem wäre Leben, so wie wir es kennen, nicht denkbar. Das sog. „animale Nervensystem“ regelt die Bewegungen und Empfindungen, ferner sichert es durch die unbewusst verlaufende Tiefensensibilität Stellung, Haltung und Gleichgewicht des Körpers.

Es besteht aus Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm, der über das verlängerte Mark am Hinterhauptsloch des Schädels ohne scharfe Grenze in das Rückenmark übergeht. Diese Abschnitte sind die Zentralorgane, von denen die peripheren Nerven — vom Hirnstamm (Truncus cerebri) als Hirnnerven, vom Rückenmark (Medulla spinalis) als Rückenmarknerven — ihren Ursprung nehmen und zu den einzelnen Körperabschnitten verlaufen.

Bei den Hirn-und Rückenmarknerven gibt es zwei Richtungen des Faserverlaufs; entweder ziehen sie von den Zentralorganen zur Peripherie oder umgekehrt von der Peripherie zum Zentralorgan. Diese vorgegebene Bahnung ist jeweils für das Neuron festgelegt und nicht umkehrbar. Das sensible oder Empfindungsneuron vermittelt Berührungsreize, Druck-und Tastsinn, ferner Schmerz und Temperatur.

Die Endigungen liegen in der äußeren Haut oder in Schleimhäuten. Von hier aus zieht die Nervenfaser im Nerv zentralwärts. Die zum sensiblen Neuron gehörige Nervenzelle liegt in einem Nervenknoten (Ganglion) außerhalb der Zentralorgane, entweder im Hirnnerven- oder im Rückenmarknervenganglion. Die Zelle entsendet einen weiteren Fortsatz ins Zentralorgan hinein, der Reflexbogen (verändert nach Michael) die Empfindung weiterleitet.

Bei dem motorischen oder Bewegungsneuron liegen die Zellen im Zentralorgan, ihre Fortsätze verlaufen im Nerv zum Skelettmuskel. Tiefensensibilität. Eine weitere wichtige Empfindung ist die Tiefensensibilität oder das Muskel-und Sehnengefühl. Zwischen den Fasern der Muskeln und Sehnen liegen die mikroskopisch kleinen Muskel- und Sehnenspindeln, welche die Verkürzung und den Spannungsgrad zentral zum Kleinhirn leiten. Dort werden die Eindrücke verarbeitet und anderen Stellen des Körpers zugeleitet. Man kann z. B. im Dunkeln mit sicherem Griff, ohne zu suchen, den Lichtschalter seines eigenen Zimmers fassen.

Bild: Wikipedia (symbolisch)

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