Das Herz: Die spezielle Aufgabe der Herzkammern


(C) Jakov, 2008, Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

"Es kommt aus dem Herzen" oder "der bekannte Herzschmerz". Diese Bezeichnungen für das menschliche Organ Herz sind sicherlich ein wenig "weit hergeholt". Doch auf der anderen Seite ist das Herz eines der wichtigsten Organe im menschlichen Körper. Derartige Betitelungen sind daher in gewisser Form verständlich. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle "das Herz" ein wenig näher bringen, aus der organischen Sichtweise.

Das Herz hat zwei Vorhöfe und zwei Kammern. Die Herzscheidewand teilt es in einen venösen rechten Abschnitt, bestehend aus rechtem Vorhof und rechter Kammer, und einen entsprechenden linken arteriellen Abschnitt. Die Vorhöfe kontrahieren sich und erschlaffen gemeinsam, ebenso die Kammern. Dabei arbeiten Vorhöfe und Kammern abwechselnd: Sind diese kontrahiert, sind jene erschlafft.

Kontraktion nennt man beim Herzen Systole, Erschlaffung Diastole. Das aus dem Körper kommende venöse Blut sammelt sich aus Kopf, Hals und Armen in der oberen Hohlvene, aus der unteren Körperhälfte in der unteren Hohlvene (Vena cava). Beide münden getrennt in den rechten Vorhof. Von hier aus gelangt das Blut durch die dreizipflige Klappe in die rechte Kammer und wird durch die Lungenarterie der Lunge zugeführt.

In dem Kapillargebiet der Lunge (Alveolen) findet der Gasaustausch statt. Die vier Lungenvenen (Vena pulmonalis), je zwei aus jeder Lunge, leiten das mit Sauerstoff angereicherte Blut in den linken Vorhof des Herzens. Die Bahn von der rechten Herzkammer zum linken Vorhof ist der kleine oder der Lungenkreislauf vom linken Vorhof strömt das Blut durch die zweizipflige Klappe in die linke Herzkammer, von wo es durch die Aorta in den großen oder Körperkreislauf geleitet wird.

Die Aorta (Hauptschlagader) und deren Aste verteilen das Blut auf den Körper. Dieses wird nach dem Durchströmen des Kapillargebietes in den Venen und schließlich in den Hohlvenen wieder gesammelt. Ein besonderer Abschnitt des Gefäßsystems ist der Leber- oder Pfortaderkreislauf.

Das venöse Blut des Magen-Darm-Kanals und der Milz (lat. Lien) wird durch die Pfortader (Vena portae) in die Leber gebracht. Die Äste der Pfortader lösen sich in das Leberkapillarnetz auf, wo das die Nährstoffe (ohne Fette; enthaltende Darmblut seinen Überschuss an die Leberzellen abgibt und gereinigt wird. Aus der Leber gehen die drei kurzen Lebervenen hervor und münden in die untere Hohlvene.

Bild: Wikipedia

  
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