Körper des Menschen: Der Kehlkopf und seine Funktionsweise


Zeichnung des Kehlkopfes (1901)

Der auch als Adamsapfel bezeichnete Kehlkopf, wird in der Fachsprache auch als Larynx bezeichnet. Im folgenden Beitrag möchten wir speziell auf den Aufgab des Kehlkopfes eingehen. Das gebildete Gerüst des Kehlkopfes (als Teil des Atemtrakts) wird von Ringknorpel, Schildknorpel, den paarigen Stellknorpeln und dem Kehldeckel gebildet.

Der Ringknorpel (Cartilago cricoidea) gleicht hierbei in seiner Form einem Siegelring mit einem vorderen Bogen und einer nach hinten gerichteten Platte. Der sogenannte Schildknorpel (Cartilago thyroidea) ist der größte und besteht aus zwei seitlichen Platten, die vorn in einem Winkel zusammenstoßen, der durch die Haut des Halses tastbar, sogar sichtbar ist und Kehlkopfvorsprung (bei Männern wird dies auch als der sogenannte „Adamsapfel" bezeichnet) besagt wird.

Die zwei kleinen Stellknorpel haben die Gestalt einer dreiseitigen Pyramide und sitzen hinten oben an der Platte des Ringknorpels auf. Zwischen ihrem unteren Teil und der Innenseite des Schildknorpelwinkels spannen sich die aus elastischem Bindegewebe bestehenden Stimmbänder (auch als Stimmlippen bezeichnet) aus. Der Kehldeckel besitzt eine Form fast so derer eines Fahrradsattels.

Seine untere Spitze ist an der Innenseite des Schildknorpels (Cartilago thyroidea) bindegewebig befestigt. Im Kehlkopf liegen die Kehlkopfmuskeln, die durch Verstellen der Stimmbänder die tönende Sprache hervorbringen (das Sprechen, das Singen; die sogenannte Flüstersprache erfolgt hierbei ohne Beteiligung der Stimmbänder). Die Schleimhaut des Kehlkopfes ist — ausgenommen die der Stimmbänder — die gleiche wie in der Nasenhöhle und sehr empfindlich.

Der Kehlkopfeingang wird vom Kehldeckel gebildet, von dessen seitlichen Rändern aus je eine Schleimhautfalte bogenförmig zur Spitze der Stellknorpel (Aryknorpel) zieht. Im Kehlkopf selbst spannen sich auf jeder Seite zwei übereinanderliegende Falten zwischen der Innenseite des Schildknorpelwinkels und den Stellknorpeln aus.

Die oberen sind die sogenannten Taschenfalten (auch als „falsche Stimmfalten“ bezeichnet), die unteren die „echten Stimmfalten“ (sog. Stimmbänder), zwischen denen die Stimmritze liegt. Die Stimmbänder sind mit einem derben Überzug aus mehrschichtigem Plattenepithel versehen. Die Kehlkopftasche ist rechts und links der Raum zwischen Taschenfalte und Stimmfalte.

Bild: Wikipedia

  
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