Deutschland: Skandal um Organspenden weitet sich auf Regensburg aus


(C) Sharhues, 2009, Quelle: Wikipedia (CC0 1.0)

Nach dem in Deutschland bekanntgewordenen Organspendeskandal, scheint sich dieser nun weiter auszudehnen. Die aktuelle Werbekampagne, um das Thema der Organspenden, könnte damit mehr als gefährdet sein. Viele Menschen sehen die Organspende mittlerweile nicht nur als eine positive Sache an, um anderen Menschen helfen zu können, vor allem erkennen Sie, durch den aktuell grassierenden Skandal, ebenfalls, dass es sich hierbei um einen Milliardenmarkt handelt und in diesem teils skrupellos vorgegangen wird.

Losgetreten wurde der Skandal in der deutschen Stadt Göttingen. Mittlerweile hat sich der Skandal bis nach Süddeutschland "vorgefressen" und erreicht nun auch Regensburg, wo es derzeit etwa 23 weitere Fälle zu verzeichnen gibt. Zuletzt war bekanntgeworden, dass in den Jahren von 2010 bis 2011 ein Göttinger Oberarzt Daten und Wartelisten manipuliert haben soll.

Dadurch wurden 23 Patienten "nach oben gepuscht". Der sich nun bis nach Regensburg ausgedehnte Skandal ist eine "echte Niederlage" für die Organspendelobby. Einer der Ärzte, die nun im Göttinger Organspendeskandal verwickelt sind, soll zuvor am Regensburger Uniklinikum gearbeitet haben. Hier werden nun 23 weitere Fälle gesehen, bei denen eine Manipulation vorgelegen haben könnte.

Speziell soll es sich um den Verdacht der Datenmanipulation von Krankenakten, im Zusammenhang mit Lebertransplantationen, in den Jahren 2004-2006, handeln. Bereits am vergangenen Mittwoch teilte das Regensburger Uniklinikum die hauseigenen Verdachtsfälle dem zuständigen Ministerium mit. Mittlerweile sollen auch diese Fälle bei der Staatsanwaltschaft liegen.

Quelle: Stern - Bild: Wikipedia

  
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