Vorstoß: Sterbehilfe soll in Zukunft auch für Ärzte straffrei sein


(C) Tomas Castelazo, Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Das Thema der Sterbehilfe hat lange Zeit eine aggressive Debatte in der deutschen Politik ausgelöst. Nun will das deutsche Justizministerium die Sterbehilfe lockern. So sollen nach offiziellen Angaben in der Zukunft auch Ärzte und nahestehende Freunde von einer Strafe wegen Beihilfe zum Tod straflos bleiben.

Bislang galt die Sterbehilfe nur für enge Angehörige als straffrei. Mit einem nun bekanntgewordenen Gesetzesentwurf soll die Sterbehilfe im Allgemeinen gelockert werden. Speziell wurde in diesem Gesetzesentwurf hervorgehoben, dass eine "nicht gewerbsmäßige Teilnahme" an der Sterbehilfe demnach nicht mit Strafe bedroht ist.

Durch die geplante Gesetzesänderung sollen nach Angaben von Welt-Online auch enge Freunde, Ärzte und Pflegekräfte in der Zukunft straflos, bei Erbringung der Sterbehilfe, bleiben. Aus Kreisen der UNION (CDU/CSU) regte sich am geplanten Gesetz Widerstand. Teile der CDU/CSU sehen das geplante Gesetz deutlich zu weit gefasst.

So sei nach den Argumentationen der Kritiker die emotionale Bindung engster Angehöriger nicht mit der von Freunden, Ärzten und Pflegekräften zu vergleichen. Hier auf eine Strafe per Gesetz zu verzichten, halte die Union schlichtweg für falsch. Ob der nun bekanntgewordene Gesetzesentwurf in dieser Fassung in Kraft treten wird, bleibt unklar. Nach der Uneinigkeit in der CDU/CSU kann jedoch mit einer Änderung verschiedener Passagen des Gesetzes gerechnet werden.

Quelle: Welt - Bild: Wikipedia

  
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