Bezüge: Deutsche Bank muss Milliarden an Ex-Mitarbeiter zahlen


(C) Mattes, 2006, Quelle: Wikipedia (public domain)

Dass die Deutsche Bank in der Eurokrise bislang recht gut gefahren ist, zeigten die Zahlen aus der Vergangenheit. Doch im Zuge des Libor-Skandals (Manipulation der Zinsen) und schlechter Ergebnisse beim Gewinn im Investmentbanking, gerät auch die Vorzeigebank nun immer stärker in den Strudel der 2007 ausgebrochenen Bankenkrise. Doch wie konnte die Deutsche Bank in der Vergangenheit überhaupt derartige Gewinne machen?

Zum einen sollte klar sein, dass die sogenannten Rettungsgelder irgendwo angekommen sein müssen. Nicht umsonst gibt es des bekannten Satz: "Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes". Bei den Wirtschaften in den Eurokrisenländern, wie Griechenland, Spanien und Portugal, kann das Geld nicht angekommen sein, denn trotz der Milliarden ist deren Wirtschaft von Monat zu Monat immer weiter zusammengebrochen.

Einige belesene Personen wissen sicherlich was gemeint ist, wer das Geld hat und wie das bekannte „Geld-Karussell“ läuft. Wir wollen an dieser Stelle nicht den alten Kaffee nochmals aufbrühen. Für alle die sich näher mit dem " Geld-Karussell " beschäftigen möchten, kann hierbei in einer Suchmaschine Ihrer Wahl recherchiert werden. Wir wollen in diesem Artikel an einer anderen Stelle einhaken, an den „ausstehenden Löhnen“ der Deutschen Bank.

Denn wie aus einem aktuellen Artikel der „Financial Times Deutschland“ hervorgeht, soll die Deutsche Bank erhebliche Zahlungsrückstände, in Milliardenhöhe, bei ihren Ex-Bankern haben. Zustande kommen diese hohen Zahlungen, da hier die neuen "Vergütungsregeln" für Banken greifen. Alleine Josef Ackermann, der Ende Juni 2012 die Deutsche Bank nach über 10 Jahren verlassen hatte, erhielt zuletzt einen Anwartschaftsanspruch von etwa 3,8 Millionen Euro.

Diese Summe soll Ackermann, nach FTD-Angaben, in den Jahren zwischen 2013-2016 zufließen. Doch nicht nur der Spitzenbanker Josef Ackermann möchte in Zukunft noch Geld von seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Deutschen Bank, sehen. Weitere Ex-Bankmanager und andere Bedienstete der Deutschen Bank stehen ebenfalls noch auf der Anwartschaftsliste. Darunter werden auch die rund 1900 Mitarbeiter der Deutschen Bank sein, welche nun vor der Entlassung stehen.

Im Zuge des sich verschlechternden Investmentbankings der Deutschen Bank, hatte diese angekündigt, diesen Anteil an Mitarbeiter entlassen zu wollen, aus Kostengründen wie es aus offizieller Seite hieß. Nach den Berechnungen der Schweizer Großbank UBS, soll die Deutsche Bank alleine offene Gehaltszahlungen von etwa 5 Milliarden Dollar haben. Diese Zahlen sind aber nicht etwa bereits in den Kostenrechnungen der Bank enthalten. Diese werden erst verrechnet, wenn die jeweilige Summe fällig wird.

Quelle: FTD - Bild: Wikipedia

  
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