NSU-Fall: Keine Erkenntnisse zur Verbindung zum Ku Klux Klan


(C) Confederate till Death, 2008 Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Im Fall um die NSU-Morde tut sich nun in einer neuen Richtung etwas auf. Nach den skandalösen Vernichtungsaktionen von Akten- und Protokollbeständen, seitens des deutschen Verfassungsschutzes und des thüringischen LKAs, wies die Bundesanwaltschaft nun einen Medienbericht zurück, wonach die Täter der NSU-Zelle Verbindungen zum Ku-Klux-Klan gehabt hätten.

Ein damaliger Zugführer der Polizei soll so im Zusammenhang mit der ermordeten Heilbronner Polizistin Michèle Kiesewetter stehen, so zumindest der Bericht von "BILD". Am Montag gab die Bundesanwaltschaft jedoch bekannt, dass es keine Erkenntnisse gibt, dass andere Personen im Fall der NSU-Morde mit beteiligt gewesen sein sollen.

Nach „Bild“-Informationen soll der betreffende Polizist selbst bis 2003 Mitglieder deutschen Ku-Klux-Klan Sektion gewesen sein. Dieser bestreitet bis heute den Zusammenhang des deutschen KKK mit den Morden der NSU-Zelle. In Ermittlerkreisen geht man derzeit der Frage nach, ob die beiden männlichen Mitglieder, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, der deutschen NSU-Zelle, eventuell eine Quelle innerhalb der Polizei gehabt haben.

Ein solches Indiz wird seitens der Ermittler davon abgeleitet, dass die NSU-Täter relativ gut über den Dienstplan der ermordeten Polizistin Kiesewetter Bescheid wussten. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Täter der NSU-Zelle an dem Mord von Kiesewetter beteiligt gewesen sein, als auch in weitere Mordfälle, bei denen neun Migranten getötet worden sind. Im November 2011 hatten sich die beiden männlichen NSU-Täter (Böhnhardt und Mundlos) auf der Flucht vor der Polizei das Leben genommen.

Quelle: IK - Bild: Wikipedia

  
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