HSG: Ratingagenturen sollen die Eurokrise befeuert haben


(C) Paranoid, 2004 Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

In einer aktuellen Ausarbeitung zeigt die Universität Sankt Gallen, dass die großen US-Ratingagenturen einen wesentlichen Anteil an der Zuspitzung der Eurokrise haben. So zeigt sich im Gesamtbild der Studie dass seit dem Jahr 2008 einige Länder deutlich anders durch die Ratingagenturen behandelt worden sind, als "andere Länder".

Man sieht hinter diesem Vorgehen den Grund, dass die US-Ratingagenturen keinesfalls unabhängig seien und eher nach eigenen oder auch vorgegebenen Interessen handeln. Bereits in der Vergangenheit hatten Marktexperten den Ratingagenturen die Schuld für die Eskalation der Euro-Schuldenkrise gegeben, diese werden von vielen Marktkennern sogar als "die Triebfeder" überhaupt in der Zuspitzung der Eurokrise bezeichnet.

Ausgewertet worden sind in der Sankt Galler Studie 25 OECD-Länder, die von der US-Ratingagentur "Fitch" beurteilt worden sind. Man zeigt sich in der Studie darüber bestürzt, in welchem Umfang Abwertungen von ganzen Ländern in der Eurozone durchgeführt worden sind. Andererseits seien aber Länder verschont geblieben die eine Abwertung in jedem Fall verdient hätten. HSG-Professor Manfred Gärtner sagte hierzu: Dass es sich um "nicht nachvollziehbare Herabstufungen" gehandelt hat.

Durch die Abwertung der Ratingagenturen ist unter anderem die wirtschaftliche Lage in Griechenland, Spanien, Irland und weiteren Eurozonenländern eingebrochen. Ebenfalls fand man in der Studie heraus, dass es eine "enge Zusammenarbeit" zwischen den drei großen Ratingagenturen aus den USA gibt. Diese sind namentlich Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s.

Quelle: DWN - Bild: Wikipedia (symbolisch, Bild zeigt die Stadt St. Gallen mit der Universität im Vordergrund)

  
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