NSU Skandal: Auch beim LKA Thüringen sind Akten verschwunden


Deutschland

Nach dem Bekanntwerden des Skandals der mutwilligen Aktenvernichtung seitens des Verfassungsschutzes und des Innenministeriums in Deutschland, wird in diesem Fall nun weiteres Benzin auf das lodernde Feuer gegossen. Demnach sollen weitere Akten nicht mehr vorhanden sein, die einen direkten Bezug zur "NSU-Zelle" hatten.

In dem nächsten Skandal ist hierbei das LKA in Thüringen betroffen. Wichtige Akten zur NSU-Terrorzelle sind dort verschwunden. Vorangegangen war eine Aufforderung des thüringischen Innenministers Jörg Geibert (CDU), der eine rücksichtslose Aufklärung zur Angelegenheit der "Rechten Gewalt" gefordert hatte.

Vom Landeskriminalamt Thüringen forderte er hierbei ein schonungslos aufklärerisches Vorgehen. Die entsprechende Sonderkommission wurde im Jahr 2000 gegründet, um die Strukturen des "Thüringer Heimatschutzes" zu durchleuchten und so weitere Erkenntnisse aus diesem Umfeld zu erlangen.

Dass nun wichtige Akten im Zusammenhang der NSU-Terrorzelle um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe auch im LKA Thüringen spurlos verschwunden sind, muss einem schon mehr als zu denken geben.

Experten sahen bei der allgemeinen Informationslage bereits frühzeitig eine Verbandelung des Staates mit den geförderten Terroristen. In geheimdienstlichen Kreisen werden die sogenannten "NSU-Terroristen" auch als "nützliche Deppen" bezeichnet. Wie sich der Fall weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten - aber dennoch durchaus spannend.

Quelle: WELT

  
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