Siemens lässt den Börsengang von Osram platzen


(C) Rufus46, 2006, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Eigentlich hatte der Technologiekonzern Siemens vor die eigene Tochter Osram an die Börse zu bringen. Durch die Eurokrise und die sich verschlechternden Konjunkturaussichten will man von offizieller Stelle nun aber von diesem Vorhaben Abstand nehmen. Der Börsengang von Osram ist damit vorerst gescheitert. Auch Siemens selbst, als Mutterkonzern, geht es im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise immer schlechter.

Die Aufträge brechen weg, so das Unternehmen. Mittlerweile soll dieser Auftragseinbruch bereits eine Schwelle von ein Viertel erreicht haben. Skurril ist, nachdem der Börsengang von Osram abgesagt worden ist, dass Siemens die Anteile der Firma verschenken möchte (als Teil der Dividende an die Aktionäre). Auf der letzten Sitzung gab Siemens Vorstandschef Peter Löscher bekannt, dass bedingt durch die konjunkturelle Abkühlung in Europa und nun auch speziell in Deutschland dem Unternehmen ein "eisiger Wind" entgegen weht.

Der Auftragseingang bei Siemens brach nach den aktuellen Zahlen um 23 Prozent ein. Der erzielte Gewinn von nur 850 Millionen Euro lässt selbst Marktkenner zusammenzucken. Insgesamt belastet wurde das Ergebnis von Siemens ebenfalls dadurch, da hohe Abschreibungen der Tochter Osram durchgeführt worden sind. Mit der Bekanntgabe der schlechten Zahlen und dem geplatzten Börsengang gab Löscher gleichermaßen bekannt, dass ein Sparprogramm für das Unternehmen Siemens aufgelegt werden wird. Nicht bekannt ist hierbei, ob in diesem Sparprogramm auch Stellenstreichungen vorgesehen sind.

Quelle: Spiegel - Bild: Wikipedia

  
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