EU: Ökonomen warnen vor katastrophalen Folgen für Europa


(C) Christoph F. Siekermann, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Die sich weiter verschärfende Eurokrise geht in die nächste Runde. Nachdem die US-Ratingagentur Moodys den allgemeinen Ausblick für Deutschland auf "negativ" gesenkt hat, brodelt es hinter den Kulissen der EU.

Viele Ökonomen gehen mittlerweile davon aus, dass durch die politischen Maßnahmen, die bisher getroffen worden sind, sich die Krise nicht etwa abmildert, sondern die Krisenspirale deutlich an Fahrt zunimmt – nämlich abwärts gerichtet.

Alleine das "Eurozonen-Problemkind" Griechenland steht nach Meinung vieler Experten vor dem endgültigen Fall. Aber auch mit Spanien, Portugal und Italien sieht es nicht viel besser aus. In einem nun veröffentlichten Gutachten gehen 17 der führenden Ökonomen in Europa sogar soweit zu behaupten: "Dass es in Europa eine Katastrophe unabsehbaren Ausmaßes geben wird".

Der europäische Wirtschaftsmotor Deutschland kommt nach den aktuellen Zahlen des IFO-Instituts ebenfalls ins stottern. Viele Finanzexperten rechnen fest damit, dass die deutsche Bundesregierung mit der Rettung anderer EU-Länder deutlich überfordert ist. Die Ratingagentur Moodys hatte im Zuge dieser Einschätzungen, und gleichermaßen eigener Berechnungen, festgestellt, dass die Spitzenbonität von Deutschland mehr als gefährdet sei.

Insgesamt fordern die Top-Ökonomen von der europäischen Politik ein schnelles und gezieltes Vorgehen, um den drohenden Kollaps der Eurozone zu verhindern. Derzeit wird von einigen positiv gestimmten "EU-Experten" ein "Licht am Ende des Tunnels", in der Eurokrise, vorausgesehen. Unklar ist hierbei jedoch, ob es sich nicht vielleicht um den heranrasenden Zug handeln mag, wessen Licht aus der Ferne entgegen scheint.

Quelle: FAZ - Bild: Wikipedia

  
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