Sonnenbrand: Bedeutung und Schutz


(C) Erin Stevenson O'Connor, 1985, Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Sonnebrand bei einem Kind

Was ist eigentlich Sonnenbrand und wie entsteht dieser? Gerade wenn es auf den Sommer zugeht freuen sich viele Menschen endlich wieder dem lang ersehnten Hobby des Sonnenbadens nachgehen zu können. Hierbei sollte man jedoch mit Bedacht vorgehen, denn ein zu intensives Sonnenbaden kann schnell dazu führen, dass Sonnenbrand entsteht.

Der medizinische Ausdruck für Sonnenbrand wird als UV-Erythem, Erythema solare, Dermatitis solaris bezeichnet und bedeutet so viel wie eine entzündliche Rötung der Haut. Diese kann durch Sonnenstrahlung oder auch durch künstlich herbeigeführte UV-Strahlung ausgelöst werden. In der Regel wird ein Sonnenbrand dadurch gekennzeichnet, dass dieser auf der menschlichen Haut eine Druckempfindlichkeit auslöst.

Je nach Intensität des Sonnenbrandes können aber auch Brandschäden und die Bildung von Blasen auftreten. Auf langfristige Sicht kann sogar Hautkrebs entstehen. Besonders gefährdet sind beim Menschen hierbei die Schulterregion und der Oberkörper. Hier tritt meist auch einige Tage nach dem Sonnenbrand die Abschälung der Haut ein, wobei die obere Hautschicht abgetragen wird. Aber keinesfalls ist nur der obere Körperteil häufig von Sonnenbrand betroffen.

Auch die Füße an sich können, wie gleichermaßen die Nase oder das Gesicht, stark von einem Sonnenbrand betroffen sein. Grund hierfür ist zum einen die recht exponierte Lage dieser Körperteile, was sich meist mit dem Umstand paart, dass zuvor kein genügender Schutz, vor der Sonnenstrahlung, der Haut zugeführt worden ist. Die Hauptursache für einen Sonnenbrand lässt sich generell an der sogenannten ultravioletten Strahlung festmachen.

Die ultravioletten Anteile in der Sonnenstrahlung dringen hierbei in die obere Schicht der Haut ein und schädigen somit das Zellgewebe, wobei nach einer längeren Strahlungsdauer die benannten Schadensbilder auftreten werden. Durch die Schädigung des Zellgewebes wird eine lokal begrenzte Entzündungsreaktion hervorgerufen. Diese wird durch die Freisetzung von sogenannten Zytokinen ausgelöst. Ein wichtiges Augenmerk sollte zudem auf die sog. UVB-Strahlung gelegt werden.

Denn diese ist in ihrer Beschaffenheit deutlich kurzwelliger und damit energiereicher. Dies kann sogar zu sog. Strangbrücken innerhalb der menschlichen DNA führen. Die UVA-Strahlen dringen im Vergleich zu den UVB-Strahlen tiefer in die Haut ein, was in der Regel dazu führt, dass der Dermis (Die Dermis oder auch Corium (Lederhaut) ist eine Schicht der Haut) und das Kollagen geschädigt werden. Dies führt in den meisten Fällen zu einer Abnahme der Hautelastizität.

Sollten die UVA-Strahlen hierbei in hohen Dosen in die Haut eindringen, kann dies sowohl den typischen Sonnenbrand hervorrufen, als auch direkte DNA-Schäden verursachen, wobei durch diese Mutationen in der Regel Hautkrebs entstehen kann. Besonders bei Kindern sollten Eltern darauf achtgeben, dass diese vor der Sonneneinstrahlung gut geschützt sind, mit langer Kleidung beispielsweise und mit einem Cappy/ Hut. Der Sonnenschutz durch entsprechende Sonnenschutzcremes ist natürlich gleichermaßen zu nutzen! Besonders der Nackenbereich sollte hier geschützt werden.

Aber auch das Gesicht, die Wangen und die Nase sind meist schnell von einem Sonnenbrand betroffen. Generell ist bei einem Strand/See-Aufenthalt die Aufstellung eines Sonnenschirms angebracht. Besonders tückisch wird es bei intensiver Sonneneinstrahlung, wenn zugleich ein kühler Wind herrscht. Dieser täuscht viele Menschen meistens über den gefährlichen Umstand hinweg, sich nicht vor der Sonneneinstrahlung schützen zu müssen. Ebenfalls ist die Nutzung einer Sonnenbrille anzuraten, besonders bei reflektierender Sonneneinstrahlung - z.B. an Gewässern oder im Schnee.

Durch eine intensive UVB-Strahlung kann so auf Dauer, wenn keine Schutzvorkehrungen getroffen worden sind, eine Schädigung der Augenlinse auftreten, was im fortgeschrittenen Alter meist zu dem sog. "Grauen Star" führen kann. Wenn man trotzdem einen Sonnenbrand bekommen hat, haben sich die folgenden Selbsthilfeverfahren als nützlich herausgestellt.

Der Einsatz von feuchtigkeitsspendenden Lotionen ist angeraten. Wenn der entstandene Sonnenbrand als eher geringfügiger eingestuft werden kann, also ohne Bildung von Blasen, ist eine kühlende Dusche (etwa 22-25 Grad) zu empfehlen. Zudem sollte man bei einem Sonnenbrand sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Mindestens 3 Liter Wasser, über den Tag verteilt, versorgen den Körper hierbei mit der zusätzlich benötigten Flüssigkeit, die zum körperlichen Selbstheilungsprozess benötigt wird.

Abzuraten sind dagegen Methoden, die sich anscheinend immer noch recht hoher Beliebtheit erfreuen. Dazu zählen beispielsweise die Nutzung von Quark oder ähnlichem, um den Sonnenbrand zu lindern. Aufgrund der Tatsache dass in Milchprodukten Bakterien enthalten sein können, wird davon abgeraten diese auf eine von Sonnenbrand betroffene Stelle aufzutragen, da es ggf. zu Infektionen kommen kann.

Quelle: Wikipedia, Bild: Wikimedia

  
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