Schweiz: Freizügigkeit gefährdet keine Arbeitsplätze


(C) Pazit Polak 2005, Quelle: Wikipedia (CC BY 2.0)

Schweiz Bundeshaus

Kann die Zuwanderung den einheimischen Arbeitsmarkt in Gefahr und zugleich die sozialen Grundstützen zum Wanken bringen? Eine interessante Analyse gibt es zu diesem Thema aus der Schweiz. Der Schweizer Bundesrat kommt im Gesamtbild zu dem Ergebnis, dass eine lockere Personenfreizügigkeit nicht unbedingt dazu beiträgt dass heimische Arbeitskräfte vom Markt gedrängt werden.

Seit dem Jahr 2002, in dem die sog. Personenfreizügigkeit in der Schweiz eingeführt worden war, sind etwa 53.000 Personen aus der EU in die Schweiz gekommen, um hier einem Arbeitsverhältnis nachgehen zu können.

Dass die Personenfreizügigkeit jedoch auch negative Folgen hat, wird in dem hauptsächlich positiv, gegenüber der Personenfreizügigkeit, ausgearbeiteten Bericht nicht von der Hand gewiesen. So wird in einer Analyse in dem Bereich unter anderem der Punkt der Lohnzuwächse thematisiert.

Der Lohnzuwachs würde, ohne Personenfreizügigkeit, nach Ansicht des Bundesrates deutlich höher Ausfallen, als dies gegenwärtig der Fall ist. Eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit wurde vor allem in den Grenzregionen der Schweiz ausgemacht. So sind speziell in den Randgebieten um Genfersee, Nordwestschweiz und Jura die Arbeitslosenquoten der einheimischen Bevölkerung angestiegen.

Zur jüngsten Initiative der SVP gab der Bundesrat die Empfehlung zur Ablehnung. Die SVP hatte eine Initiative angestoßen, die sich gegen die Masseneinwanderung in der Schweiz richtet. Der Bundesrat sieht dies negativ und will an der bestehenden Personenfreizügigkeit festhalten.

Quelle: Tagesanzeiger - Bild: Wikipedia

  
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