Frankreich: Den Reichen geht es an den Kragen


(C) Tristan Nitot 2005, Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Frankreich

Nach den Wahlen geht es nun im sozialistisch regierten Frankreich den Reichen an den Kragen, zumindest aus finanzieller Hinsicht. Aber nicht nur den "Reichen". Damit die staatliche Sanierung der französischen Staatsfinanzen Fortschritte macht, sollen demnächst auch Banken und Energiekonzerne stärker zur Kasse gebeten werden.

Das französische Kabinett verabschiedete für dieses Vorhaben nun einen sog. Nachtragshaushalt. Dieser sieht nicht nur Steuererhöhungen vor, sondern beinhaltet auch eine ganze Reihe von Sonderabgaben. Die französische Regierung verspricht sich von der Verabschiedung der neuen Steuergesetze deutliche Mehreinnahmen, in diesem Jahr von immerhin noch 7,2 Milliarden Euro. Doch nicht nur Reiche sollen "blechen".

Die Regierung machte zudem deutlich, dass die Bevölkerung insgesamt mit Einschnitten zu rechnen habe. Eine neue Sondersteuer soll hier beispielsweise für Personen (einmalig) erhoben werden, die ein Vermögen von über 1,3 Millionen Euro haben. Alleine durch diese neu geschaffene Steuer erhofft sich Frankreichs Regierung Mehreinnahmen von etwa 2,3 Milliarden Euro.

Anzumerken sei an dieser Stelle noch, dass es sich um die aktuellen, zusätzlichen Steuerbelastungen um Summen dreht, damit die französische Regierung das festgeschriebene Defizitziel des Jahres 2012 einhalten kann. Sollte die wirtschaftliche Leistung in diesem und im nächsten Jahr weiter abnehmen, ist sicherlich nicht ausgeschlossen dass die Regierung weitere "unangenehme" Schritte planen wird.

Quelle: RP-Online - Bild: Wikipedia

  
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